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Sölle eiszeit

Quellenangaben:Quelle: Geographie Infothek Autor: Wolfgang Koppe Verlag: Klett Ort: Leipzig Quellendatum: 2003 Seite: www.klett.de Bearbeitungsdatum: 27.05.2012 Das abfließende Wasser sammelte sich in einem Urstromtal, welches mehr oder weniger parallel zum Eisrand verlief. Da die Flüsse aufgrund des Eisschildes über Norddeutschland während der Kaltphasen nicht mehr nach Norden abfließen konnten, mussten sie westwärts umschwenken. Die Schmelzwässer aus dem Eis kamen hinzu und formten die heute bekannten Urstromtäler, die meist von Südost nach Nordwest fließen. Von heutigen Flüssen genutzte Urstromtäler sind u. a. das nördlich der Alpen verlaufende Tal der Donau, welches die Alpengletscher entwässert sowie Urstromtäler in Norddeutschland, in denen heute der Oder-Havel-Kanal und die Elbe fließen. Verfolgt man die Elbe auf einer Landkarte, so kann man das westliche Abknicken in ein Urstromtal zum einem östlich von Wittenberg, zum anderen südöstlich von Perleberg erkennen. Im weiteren Verlauf von Perleberg an folgt die Elbe dem Urstromtal bis zur Mündung in die Nordsee.

GeologischBearbeiten Quelltext bearbeiten

Die Grundmoränenlandschaft zeichnet sich durch eine flache, leicht wellige bis kuppige Oberfläche aus, die auch eine Vielzahl von Seen beinhaltet. Material, was der Gletscher im Eis mitführt, wird durch ausschmelzen unter ihm abgelagert. Das Korngrößenspektrum reicht von feinem Sediment wie Ton und Sand über Kies bis zu großen Gesteinsblöcken, die auch als Findlinge bezeichnet werden. Sie sind im Norddeutschen Tiefland anzutreffen und haben der Wissenschaft über lange Zeit Probleme bei der Rekonstruktion ihrer Herkunft bereitet. Erst mit der Verfestigung der Vereisungstheorie durch Penck und Brückner Anfang des 20. Jahrhunderts konnten dieses und weitere Phänomene geklärt werden. Sölle, oder das Soll sind vermoorte Senken und Mergelgruben der letzten Eiszeit und entstanden aus Toteis.Die Sölle (Einzahl: das Soll) sorgen in der Grundmoränenlandschaft von Mecklenburg-Vorpommern für eine schöne Abwechslung. Entstanden sind die Sölle nach dem Abschmelzen des letzten Eispanzers der Weichsel-Eiszeit vor ca. 10.000 bis 8.000 Jahren Toteis kann sich auch in nachträglich darüber abgelagerte Sedimente (z. B. in glazifluviale Sande oder Flugsande) durchpausen.[1] Toteisformen sind daher in der Nähe des ehemaligen Eisrandes auch auf Sandern zu finden. Da die Sandüberdeckung als Isolation gegen die Sonneneinstrahlung wirkt, schmilzt Toteis im Regelfall nur sehr langsam ab. Darüber hinaus kann durch das Ausbilden eines Dauerfrostbodens das Toteis mehrere Jahrtausende im Boden konserviert werden. Extremfälle mit etwa 70.000 Jahre altem Toteis sind aus Nordwestsibirien dokumentiert. Erst mit weiterer Erwärmung löst sich der Dauerfrostboden auf und das Toteis schmilzt.

Sölle (Biotop) - killikus

  1. An die Grundmoräne schließt sich die Endmoräne an, die sich bogenförmig um den weitesten Vorstoß des Eises anordnet. Sie markiert eine über längere Zeit stationäre Randlage des Gletschers, so dass sich mächtige Wälle aus mitgeführtem Material anhäufen konnten. Die Endmoränen können dabei eine Länge von mehreren hundert Kilometern und eine Höhe von bis zu hundert Metern erreichen. Ihre Entstehung kann durch Ausschmelzen von Material aus dem Eis am Ende des Gletschers sowie durch Aufschieben von Sediment durch die Bewegung des Eises erklärt werden. Meist sind nur die Endmoränenwälle der letzten Vereisung erhalten geblieben.
  2. Seen und Sölle, die nach der Eiszeit entstanden sind, Flussläufe und Moore, ausgedehnte Wälder, Felder und Wiesen prägen die Uckermark. Im Nordosten Brandenburgs, 80 Kilometer von Berlin.
  3. Wie entstehen Eiszeiten? Eiszeiten stellen kalte Ausnahmen in der sonst wesentlich wrmeren Klimageschichte der Erde dar. Niedrige Jahresmitteltemperaturen waren die Voraussetzung, dass riesige Gletscher wachsen konnten. Fr die Abkhlung des Klimas gibt es verschiedene Ursachen. Dabei spielte die sich ndernde Verteilung von Land und Wasser auf der Erde eine wesentliche Rolle. Weltweite Vereisungen fanden immer dann statt, wenn groe Landmassen im Bereich der Polgebiete lagen. Aber auch sich ndernde Meeresstrmungen und Wechsel in der Intensitt der Sonneneinstrahlung sind klimabestimmende Faktoren. nach oben
  4. Ursprünglich war die norddeutsche Grundmoränenlandschaft übersät von diesen eiszeitlichen Kleingewässern. Da Sölle in der Landwirtschaft jedoch zunehmend als störend empfunden wurden, verschwanden sie im vorigen Jahrhundert zu einem großen Teil. Oft stellten die Mulden eine willkommene Deponie für Bauschutt und andere Abfälle dar, sie wurden zugeschüttet und eingeebnet. Erhaltene Sölle stehen heute unter Schutz, sind in Schleswig-Holstein aber kaum in ursprünglicher Erhaltung zu finden. In Mecklenburg und Brandenburg hingegen fallen bei einer Fahrt über Land hier und dort noch die runden, moorigen oder wassergefüllten Mulden in den weiten Flächen auf. Ihre Zahl war hier in der ausgedehnten Grundmoränenlandschaft besonders groß gewesen, so ist trotz systematischer Verfüllung nach dem 2. Weltkrieg noch ein - jetzt geschützter - Restbestand in der Landschaft vorhanden. In Luftaufnahmen ist ihre kreisrunde Form besonders schön zu erkennen.  
  5. Die TV SPIELFILM Verlag GmbH weist darauf hin, dass Agentur-Meldungen sowie -Fotos weder reproduziert noch wiederverwendet werden dürfen.
  6. Das Entstehen von Toteis ist in den Abschmelzgebieten von Gletschern ein sehr häufig zu beobachtender Vorgang, weshalb Toteiskessel weltweit in allen jung vergletscherten Gebieten auftreten. Außerhalb Deutschlands findet man sie zum Beispiel sehr zahlreich in Südschweden und in Nordamerika.
  7. Toteis entsteht dadurch, dass das Eis eines zurückschmelzenden Gletschers nicht gleichmäßig niedertaut. Auch wenn der allergrößte Teil des Eises abgeschmolzen ist, bleiben stets mehr oder weniger große Blöcke im ehemals eisbedeckten Gebiet zurück. Vor allem in Gebieten mit lokal erhöhter Eismächtigkeit, wie in Zungenbecken oder glazialen Rinnen, ist dies sehr häufig der Fall. Vom aktiven Gletscher nachströmendes Schmelzwasser lagert neben und schließlich über den Eisblöcken Material (meistens Sand) ab. So wird das Eis zu Toteis.
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Vor allem für Berlin und Brandenburg muss man für viele, wenn nicht sogar für die meisten Seen eine Konservierung ihrer Becken durch Toteis annehmen, da sie innerhalb von Urstromtälern oder Sanderflächen liegen. Vor allem innerhalb des Berliner Urstromtals befinden sich zahlreiche Seen (unter anderem Müggelsee, Langer See (Dahme), Rummelsburger See), deren Erhaltung im Urstromtal nur mit einer Konservierung durch Toteis erklärbar ist. Auf der Ostseeinsel Fehmarn sind die Teiche Kriegssoll und Ratssoll durch Toteis entstanden, in Mölln im südlichen Schleswig-Holstein der Grundlose Kolk. Umgangssprachlich wird die Bezeichnung Toteis generell auf sich nicht mehr bewegendes Gletschereis angewendet. In der Wissenschaftssprache hingegen ist es üblich, zwischen stagnierendem Eis und Toteis zu unterscheiden. Stagnierendes Eis kann noch Kontakt zum aktiven Gletscher haben. In jedem Fall ist es nicht oder noch nicht mit Sedimenten überschüttet worden. Toteis hingegen hat den Kontakt zum aktiven Gletscher verloren und wurde mit Sedimenten (meist Schmelzwassersande des Gletschers) überdeckt. Schematisch gliedert sich die glaziale Serie in eine Grundmoränenlandschaft, die sich unter dem Eis befand; eine hügelige Endmoränenkette; eine durch Schmelzwässer aufgeschüttete Sanderfläche und dem Urstromtal als abschließendes Element.

Harmonium

Die Entwicklung reicht aber noch bis in die Oberkreide vor 70 bis 80 Mio. Jahren zurück. Das Weltmeer der Oberkreide bedeckt auch Rügen. In einer etwa 100 km breiten Zone innerhalb der Ostwestausdehnung, in 200 bis 400 m Meerestiefe, lagern sich hier gewaltige Mengen Kalkschalen kleinster Meeresorganismen ab. Über die Jahrmillionen hinweg erreicht das Sediment stellenweise Mächtigkeiten von 400 m.In Oberschwaben ist die Blitzenreuter Seenplatte entlang der B32 mit dem Dornacher Ried und dem Schreckensee erwähnenswert. Buchsee[4], Bibersee[5], Vorsee[6] und Schreckensee[7] gelten als Toteislöcher[8]. Was ist ein Tunneltal? Auch das aktive, vorwrtsdrngende Eis unterliegt einem stndigen Abschmelzprozess. Das Schmelzwasser fliet aber nicht allein auf der Oberflche des Eises ab, sondern gelangt ber ein System von Spalten auch an die Basis des Eises. Wegen der Eismchtigkeit steht das Wasser unter groem Druck und wird nun unter dem Eis (subglazial) zum Eisrand gepresst. Dabei kann es tiefe Rinnen in den Untergrund splen, deren Boden im Gegensatz zu oberirdischen Schmelzwasserflssen stark bewegt ist. Whrend des Eiszerfalls oft mit Toteis gefllt, sind die Tunneltler bis heute als groe, in Eisbewegungsrichtung orientierte Becken zu erkennen. Auch das Becken des Tollensesees ist ein solches Tunneltal und nicht wie lange angenommen von einer schmalen Gletscherzunge ausgeschrft worden. nach oben

GeomorphologischBearbeiten Quelltext bearbeiten

Natrlich gibt es noch eine Flle von Begriffen zur Eiszeit, doch eine vollstndige Erklrung kann diese Homepage leider nicht leisten. Diese 10 Fragen wurden ausgewhlt, weil es sich hierbei um die wichtigsten Bezeichnungen handelt, die man als Besucher der Eiszeitroute und des Geoparks kennen sollte. Wer weitere Informationen mchte, kann sich an den Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft wenden, der auch eine interessante Broschre mit dem Titel "Auf den Spuren der Eiszeit" aufgelegt hat. nach obenIn den ehemals vergletscherten Gebieten auftretende allseitig geschlossene Hohlformen werden für gewöhnlich als Toteiskessel interpretiert. Sicher ist diese Interpretation dann, wenn die Kessel in Gebieten vorkommen, auf denen es normalerweise solche Kessel nicht gibt, wie zum Beispiel auf Sanderflächen und in Urstromtälern. Die Schmelzwässer würden solche Kessel normalerweise schnell verschütten. Ein ehemals vorhandener Toteisblock ist dann die plausibelste Erklärung für den Erhalt solch einer Hohlform. Auch gegenwärtig gibt es noch ständige Küstenabtragungen und gleichzeitig damit verbundene Landversetzungen. Sichtbare Abtragungen sind z.B. seit jeher bei Arkona, am Kreidekliff von Jasmund sowie am Dornbusch auf Hiddensee zu beobachten. Landbildungen finden sich am Gellen, Neuen Bessin auf Hiddensee und am Rügenschen Bodden. Der neue Bessin, der erst in der vorletzen Jahrhundertwende entstanden ist, wuchs seitdem mehr als 3,5 km nach Süden. Das Material stammt hauptsächlich vom Dornbusch Inselkern. Zu einem der größten Uferausbrüche seit Jahrzehnten, welche v. a. durch Oberflächenerosion entstehen, kam es 1958 am Kreidekliff der Stubnitz. Mehr als 100.000 Kubikmeter Kreidestein lösten sich und rutschten ins Meer. Schon 8 Jahre später war der gesamte Ausbruch vom Meer abgetragen worden – es bildete sich eine neue Küstenlinie. Aber nicht nur durch Erosion, sondern auch durch Sturmfluten kommt es zu solchen Abbrüchen. Rügen wurde von mehr als 80 Sturmfluten in historischen Zeiten heimgesucht. So entstand 1304 das „Neue Tief“, eine Bodensenke südlich von Thiessow. Weiterhin gab es 1864 und 1872 schwere Sturmfluten. So wurde Hiddensee südlich von Neuendorf in zwei Hälften gespalten. Zu nennen ist auch die Entstehung der 14 Feuersteingeröllwälle im Naturschutzgebiet „Schmale Heide“, welche von großen Sturmfluten vor über 4.000 Jahren aufgeschüttet wurden. © TV TODAY: Expeditionen ins Tierreich Am Ende der Kreidezeit weicht das Meer langsam zurück, es beginnt die Erdneuzeit, das Tertiär. Braunkohle, welche in dieser Zeit entsteht findet man auf Rügen nur sehr wenig, umso mehr ist aber vom Bernstein zu finden. Dieser fossile Harz entstand aus Nadelhölzern, besonders aber von den so genannten Bernsteinkiefern. Im Skandinavischen Raum kommt es am Ende des Tertiärs zu einer erheblichen Abkühlung, woraus starke Niederschläge und Gletscher resultieren. Diese Gletscher dringen über den Ostseeraum, bis teilweise zu unseren Mittelgebirgen vor. Unsere Landschaft wird durch sie geprägt. Weiterhin hinterlassen sie gewaltige Ablagerungen.

DeutschlandBearbeiten Quelltext bearbeiten

Altmoränengebiet / Jungmoränengebiet: Jungmoränenlandschaften wurden während der letzten Eiszeit (Weichsel) gebildet und weisen aufgrund ihres im Vergleich zu Altmoränengebieten - Landschaften, die durch frühere Vereisungen (Saale, Elster ...) geformt wurden - jungen Alters einen noch ausgeprägten Formenschatz auf. In Altmoränengebieten ist der glaziale Formenschatz mit der Zeit durch Erosionsprozesse größtenteils verloren gegangen.Der Nachweis von abgeschmolzenem Toteis ist geologisch-sedimentologisch meist nicht leicht durchzuführen. Da Toteiskessel oft Niederungsgebiete mit hohem Grundwasserstand sind, können Grabungen nur selten durchgeführt werden. Ist es vor allem an den Rändern der Kessel doch möglich, so finden sich Dehnungserscheinungen in den Sedimenten. Ein sicherer Hinweis auf ehemals vorhandene Eisblöcke sind Abschiebungen in den Sedimentschichten. Das Austauen des Eises führte zum Absacken der Ablagerungen. Neben den Hauptformen der glazialen Serie bilden sich unter sowie im Umland des Gletschers diverse kleinere Formen. Sie entstehen zum einen direkt durch die "Arbeit" des Gletschers, zum anderem indirekt durch dessen Schmelzwässer.

GC4EAC9 Das Erbe der Eiszeit: Sölle (Earthcache) in

Video: Rund um die Eiszeit

Das Erbe der Eiszeit: Sölle (GC4EAC9) was created by black-tomcat on 6/15/2013. It's a Other size geocache, with difficulty of 2, terrain of 1.5. It's located in Mecklenburg-Vorpommern, Germany.Kennzeichnend für die weiten Grundmoränenflächen Mecklenburg-Vorpommerns sind kleine, vielfach wassergefüllte Hohlformen - die sogenannten Sölle. Als Sölle werden wassergefüllte Hohlformen von bis zu 1 ha Größe und mehr oder weniger kreisförmiger Gestalt bezeichnet. Sie prägen in der Grundmoräne der letzten Eiszeit weite Be-reiche der Brandenburger Landschaft. In der Literatur sind eine Vielzahl von Formen unter-schieden, die sich im wesentlichen nach ihrer Entstehungszeit. Toteis entsteht dadurch, dass das Eis eines zurückschmelzenden Gletschers nicht gleichmäßig niedertaut. Auch wenn der allergrößte Teil des Eises abgeschmolzen ist, bleiben stets mehr oder weniger große Blöcke im ehemals eisbedeckten Gebiet zurück Die am Ende der letzten Eiszeit geschmolzenen Toteisblöcke ließen kleinere Seen entstehen, zum Beispiel die Osterseen südlich des Starnberger Sees oder die Eggstätter Seen nordwestlich des Chiemsees. Ebenfalls in Oberbayern, im Haager Land, befindet sich ein Toteiskesselweg mit zwei Routen – eine nach Höhenberg, die andere nach Limberg. Nummerierte Findlinge markieren den Weg. Zu sehen gibt es unterschiedliche Verlandungsstadien (Weiher, Großseggenried, Moor, Sumpfwiese). Ein schönes Beispiel eines trichterartigen Toteiskessels (Durchmesser circa 50 m) findet sich direkt neben der Bundesstraße 471 bei Grafrath im Landkreis Fürstenfeldbruck.[2] Auch in der Nähe von Ebersberg kann man ein Toteisloch bewundern.[3]

Toteis - Wikipedi

Was ist das Eiszeitalter? Unter dem Eiszeitalter versteht man die jngste Phase der weltweiten Vereisungen, die vor etwa 1,6 Millionen Jahren begann. Seither wechselten sich wrmere und kltere Phasen mehrmals ab. In den klteren Phasen, den Kaltzeiten, bedeckten Eismassen groe Teile der Erde. Da enorme Wassermengen in den Eispanzern gebunden wurden, sank der Meeresspiegel zeitweise um etwa hundert Meter. Die Kaltzeiten wurden von vergleichsweise kurzen Phasen der Erwrmung, den Warmzeiten, unterbrochen, in denen das Eis weitgehend zurckschmolz und die Jahresmitteltemperaturen im Klimaoptimum auf Werte stiegen, die mit den heutigen vergleichbar sind. Die (vorerst) letzte Kaltzeit, die Weichsel-Kaltzeit, endete vor etwa 10.000 Jahren. Man knnte demnach sagen, dass wir zur Zeit in einer Warmzeit leben. nach obenAls Toteis bezeichnet man Gletschereis, das mit dem aktiven Gletscher nicht mehr verbunden ist, sich infolgedessen auch nicht mehr bewegt und meist mit Sedimenten bedeckt ist. Sander sind im Gegensatz zu den Moränen nicht durch die direkte Einwirkung des Gletschers entstanden. Durch den enormen Auflagerungsdruck des Gletschers und die Erdwärme schmilzt das Eis an der Unterseite des Gletschers und fließt in einer Vielzahl von Schmelzwasserströmen aus dem Gletscher aus. Sie führen große Mengen an Material wie Ton, Sand und Geröll mit sich, welches hinter der Endmoräne im Gletschervorland wieder abgelagert wird. Mit wachsender Entfernung zur Endmoräne wird das Material, aus dem der Sander aufgebaut ist, immer feiner. Kiese werden sofort hinter der Endmoräne abgelagert, Sand und Ton werden noch weiter transportiert.

  1. In 340000 Jahren gibt es drei Kälteperioden: die Elster-, die Saale-, und die Weichseleiszeit. In den dazwischen liegenden Wärmeperioden ist ein Teil des Ostseeraums mit Meer bedeckt. In der Weichseleiszeit kommt es, in den bereits mit Geschiebemergel überdeckten Kreidegebieten von Arkona und Jasmund zu einer Erdkrustenbildung, die eistektonisch noch begünstigt wird. Es bilden sich die Schreibkreidehorste, die nun den aus Nordost heranrückenden Gletschern im Wege sind. Der dicke Eispanzer „öffnet“ die Kreidehorste und schiebt sie über alle Hindernisse hinweg, wodurch sich neuer Geschiebemergel ablagert. Dabei werden die Kreideschollen vertikal verschoben.
  2. Als Eiszeit oder Kaltzeit bezeichnet man jene Abschnitte der Erdgeschichte, in denen die Jahresmitteltemperatur auf der Erde so niedrig war, dass sich weltweit große Eismassen bilden konnten. Dies geschah infolge der geringeren Temperaturen meist in hoch gelegenen Gebieten, zum Beispiel in den Gebirgen Skandinaviens
  3. Ahnert, F. (1999): Einführung in die Geomorphologie. Ulmer Verlag. Stuttgart. Goudie, A. (2002): Physische Geographie: eine Einführung. Spektrum Verlag. Heidelberg. Liedke, H. & J. Marcinek (1994): Physische Geographie Deutschlands. Gotha. Louis, H. & K. Fischer (1979): Lehrbuch der Allgemeinen Geographie. Allgemeine Geomorphologie. Berlin, New York. Press, F. & R. Siever (1995): Allgemeine Geologie: eine Einführung. Spektrum Verlag. Heidelberg.

Australien – Magische...Während des Eiszeitalters mit seinen wiederholten Eisvorstößen in Nord- und Süddeutschland war Toteis ein weit verbreitetes Phänomen des Eisrückzugs. Vor allem die Hohlformen der jüngsten Vergletscherung – in Süddeutschland Würm-Eiszeit, in Norddeutschland Weichsel-Eiszeit genannt – sind noch recht frisch und in den ehemals vom Eis bedeckten Gebieten sehr zahlreich. Sehr weit verbreitet sind sie daher in Nordbrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und im bayerischen Alpenvorland. Manchmal sind die Sölle noch von Gesträuch oder Kopfweiden umstanden, oft aber reicht die landwirtschaftliche Bearbeitung schon bis an den Rand der Senke - was heute vom Biotopschutz nicht gerne gesehen wird. Freie Universität Berlin Fachbereich GeowissenschaftenService-NavigationStartseiteKontaktImpressumSitemapGlossarLiteratur SuchbegriffeHinweise zur Datenübertragung bei der Google™ Suche Fachbereich Geowissenschaften/PG-Net. Das Lernportal zur Einführung in die Physische Geographie Start ÜbersichtKlimageographieHydrogeographieKlimaschwankungenGeomorphologieBodengeographieKurztestsLiteraturGlossar Geomorphologie LeitfragenEinleitungMassenbewegungenFluvialmorphologieÄolisches SystemKüstenmorphologieGlazialmorphologiePeriglazialmorphologieKarstmorphologieGroßlandschaftenBildergalerie Glazialmorphologie GlazialstratigraphieGletscherGlaziale ProzesseGlazialer FormenschatzGlaziale SerieGlazigene Sedimente Glaziale Serie Pfadnavigation Was sind Slle? Ebenfalls kennzeichnend fr die weiten Grundmornenflchen Mecklenburg-Vorpommerns sind kleine, vielfach wassergefllte Hohlformen die sogenannten Slle (Einzahl: das Soll). Diese Vertiefungen entstanden dort, wo Toteisblcke beim Zerfall des Inlandeises liegen blieben oder in die Grundmorne eingebettet wurden und spter austauten, also in den Endphasen einer Eiszeit. nach oben

Mit dem allmählichen Abschmelzen des Toteises entstanden oftmals Bodenhohlformen, deren auflagernde Sedimente nach und nach einstürzten und mehr oder weniger tiefe Mulden entstehen ließen. Da meist feine, tonige Sedimente diese Eislöcher nach unten abdichteten, bildeten sich Seen und Sölle. Sölle sind spezielle Formen der aus Toteis entstandenen Gewässer: Es sind nahezu kreisrunde, nicht sehr große Wasserlöcher, meist etwa 100 m im Durchmesser. Sie können von beachtlicher Tiefe sein, mit steilen Böschungen. Da sie weder Zu- noch Abfluss hatten, vermoorten sie häufig in postglazialer Zeit. Mit dem Abschmelzen im Untergrund sackt dabei die Oberfläche über dem Toteis langsam nach und es kann sich ein Toteisloch oder Toteiskessel bilden. Liegt der Boden des Kessels unterhalb des Grundwasserspiegels, entsteht ein Toteissee. Der Ernst Klett Verlag bietet Ihnen eine breitgefächerte Auswahl an Schulbüchern, Lernsoftware und Materialien für Lernende und Lehrende. Besuchen Sie unseren Onlineshop und überzeugen Sie sich selbst von unseren Produkte

Die darauf folgende Erwärmung bringt die Gletscher zum Schmelzen. Nach dem Abschmelzen bleibt das Gebiet Rügens noch lange Zeit Festland, da die Ostsee noch nicht existiert. Doch im mittleren Ostseeraum hat sich, durch das Abschmelzen, der Baltische Eissee gebildet. Vor etwa 8000 Jahren hebt sich der Wasserspiegel, so dass eine Verbindung zu den Weltmeeren entsteht. Durch den abnehmenden Eisdruck in Süd- und Mittelschweden vor etwa 6800 Jahren hebt sich das Land an, was eine Unterbrechung zu den Weltmeeren zur Folge hat. Zwischen 5500 und 2000 v. u. Z. erfolgt stufenweise die Litorinatransgression. Es beginnt eine Überflutung großer Landesteile da sich der Meeresspiegel um ca. 18 m hebt. Es werden erstmals die Inselkerne Wittow und Jasmund sowie Mönchgut umflutet. Durch die Brandung an den Inselkernen enstehen Steilufer. Das abgelagerte Material wird durch bestimmte Küstenströmungen meist wieder im Strömungsschatten angelagert. Es entstehen zwischen 3000 und 2000 v. u. Z. Nehrungen die teilweise die Inselkerne miteinander verbinden. So wachsen Wittow und Jasmund, das zentrale Rügen und Mönchgut zusammen. Das Abtauen der mächtigen Eismassen zum Ende der letzten großen Vereisung nahm Zeit in Anspruch. Es geschah auch nicht gleichmäßig oder geradlinig, obwohl manche Computer-Simulation das zu suggerieren scheint. Es war so wie wir es aus schneereichen Gegenden kennen: frühzeitig entstehen apere (schneefreie) Stellen, während an schattigen, kühlen Stellen Schneereste noch lange liegen bleiben können. So hielt das Eis sich noch lange in Kuhlen, Senken und Rinnen, während ringsumher Schmelzwasser strömte, Sand und Gesteinsschutt ab- und umgelagert wurde, Moränenwälle entstanden. Über den im Boden liegenden Eisresten, dem    Toteis, wurde ebenfalls Sedimentmaterial abgelagert - was zusätzlich zur Konservierung des Eises beitrug. Wir wissen aus Permafrostböden, dass solcherart begrabenes Eis über viele tausend Jahre erhalten bleiben kann. Altmoränengebiet / Jungmoränengebiet: Jungmoränenlandschaften wurden während der letzten Eiszeit (Weichsel) gebildet und weisen aufgrund ihres im Vergleich zu Altmoränengebieten - Landschaften, die durch frühere Vereisungen (Saale, Elster) geformt wurden - jungen Alters einen noch ausgeprägten Formenschatz auf. In Altmoränengebieten. Rügen entsstand aber erst durch die Gletscher der jüngsten Eiszeit. Sie hinterließ durch ihren Vorstoß über das damalige Festland End- und Grundmoränen, Gletscherzungen- und Toteisbecken, Sölle, Oser und Schmelzwasserrinnen. Damit war, obwohl die Ostsee noch nicht existierte, die Basis für das heutige Rügen geschaffen An und in den Kreidekliffs von Arkona und Jasmund liegen zwischen Millionen Feuersteinen zahlreiche Fossilien, wie z.B. Kalkschwämme, Korallen, Seesterne, Seeigel, Dickmuscheln, Belemnitenrostren und Donnerkeile. Die Feuersteine enstanden aus abgestorbenen Organismen, welche die im Kalkschlamm vorkommene Kieselsäure banden. In bestimmten Abständen lassen sich heute die im Kreidekliff verlaufenden Feuersteinbänder erkennen. Der schräge Verlauf dieser beweist die Verkippung und Aufpresssung der Kreideschollen durch die Gletscher der letzten Eiszeit.

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Are You the One?Auf dem heutigen Gebiet Rügens wurden bereits vor 120000 bis 130000 Jahren, in den ersten beiden großen Eiszeiten durch skandinavische Inlandgletscher, Sedimente abgelagert. Rügen entsstand aber erst durch die Gletscher der jüngsten Eiszeit. Sie hinterließ durch ihren Vorstoß über das damalige Festland End- und Grundmoränen, Gletscherzungen- und Toteisbecken, Sölle, Oser und Schmelzwasserrinnen. Damit war, obwohl die Ostsee noch nicht existierte, die Basis für das heutige Rügen geschaffen. Was ist Toteis? Solange das Eis Nachschub aus dem Nhrgebiet erhielt und in Bewegung war (Vorstophase), sprechen wir von aktivem Eis. nderten sich die klimatischen Bedingungen, konnte der Nachschub nur noch die Verluste des Abschmelzens ausgleichen, es begann die Phase des Stillstands. Brach der Eisnachschub schlielich zusammen, taute das nun nicht mehr aktive Eis an Ort und Stelle nieder. Dabei zerfiel es entlang von sich stndig erweiternden Spalten und Rissen in zahllose groe und kleine Toteiskomplexe. Diese nicht mehr mit dem Gletscher verbundenen Eisblcke bedeckten noch lange Zeit die Grundmorne whrend sie langsam abtauten. Toteis konnte auch zuvor entstandene Hohlformen verschlieen und so vor der Verfllung mit Sedimenten bewahren. Auf diese Weise sind zum Beispiel die Rinnenseen des Feldberger Seengebietes whrend der jngsten Eiszeit erhalten geblieben. nach oben

Sölle sind spezielle Formen der aus Toteis entstandenen Gewässer: Es sind nahezu kreisrunde, nicht sehr große Wasserlöcher, meist etwa 100 m im Durchmesser. Sie können von beachtlicher Tiefe sein, mit steilen Böschungen. Da sie weder Zu- noch Abfluss hatten, vermoorten sie häufig in postglazialer Zeit..

Wissenstexte – Mecklenburg-Vorpommern

Rügen: Geologie - IKZM-

Entstehung[Bearbeiten Quelltext bearbeiten]

  1. Konservierung und Abschmelzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  2. Nachweis von Toteis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  3. Toteiskessel (Toteisloch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  4. Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  5. Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  6. Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  7. Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eiszeitliche Landschaftselemente  -  Sölle

Prof. Dr. Josef H. Reichholf: Vorboten der Kleinen Eiszeit

  1. NASA warnt vor Mini-Eiszeit: Ein Blick in die Geschichte entlarvt die „Klima-Lüge“ | ET im Fokus
  2. Vortrag 4 Das Ende der Eiszeit?
  3. Was wäre, wenn eine neue Eiszeit kommt?
  4. Eiszeit
  5. Gernot Patzelt - Die Klimaentwicklung der Nacheiszeit, am 23.11.2018
Naturpark Barnim, Wandlitz, Baden, Camping, Reisen inStapelfelder Moor - hamburgDorf | Biohof Schorfheide

Eiszeiten und Warmzeiten der letzten 500 Mio

Naturdenkmale | Landkreis Teltow-Fläming GC4EAC9 Das Erbe der Eiszeit: Sölle (Earthcache) in
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