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Platons idealstaat zusammenfassung

Die Kontroverse um die Gerechtigkeit (Buch I)Bearbeiten Quelltext bearbeiten

In der Zeit von den frühen 1930er bis zu den frühen 1960er Jahren kam es zu heftigen ideologischen Kontroversen um das Staatsideal Platons vor dem Hintergrund der damaligen Auseinandersetzungen zwischen Vertretern liberaler, sozialistischer, marxistischer und nationalsozialistischer Positionen sowie Befürwortern eines Aktualitätswerts klassischer antiker Philosophie. Dabei ging es insbesondere um die Frage, ob oder inwieweit der platonische Idealstaat als Vorläufer moderner totalitärer Systeme zu betrachten sei. In den 1930er Jahren setzte eine vehemente Kritik liberaler und sozialistischer Autoren an Platons Entwurf ein. Wortführer der Kritiker waren Richard Crossman, Bertrand Russell und Karl Popper. Die polemisch geführte Debatte fand sowohl in akademischen Kreisen als auch in einer breiteren Öffentlichkeit statt. Sie war stark von den weltanschaulichen und politischen Präferenzen der Protagonisten geprägt. Nach dem Abflauen des Streits setzte sich ab dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts in der Forschung das Bemühen um eine unbefangene Sichtweise durch.[154] Thomas More nahm in seinem 1516 veröffentlichten Dialog Utopia auf keine Schrift häufiger Bezug als auf die Politeia, an deren Vorbild er sich bei der Beschreibung der Lebensverhältnisse im fiktiven Staat Utopia anlehnte. In Mores Utopia besteht eine Gütergemeinschaft aller Bürger, nicht nur eines Standes. Die Frage, ob ein solcher konsequenter Verzicht auf Privateigentum praktikabel und wünschenswert ist, wird im Dialog kontrovers diskutiert, wobei sich der Befürworter der Gütergemeinschaft auf Platon beruft.[135] Auch Utopisten des 17. Jahrhunderts (Tommaso Campanella, Johann Valentin Andreae, Gerrard Winstanley) entwarfen Modelle, die sich teilweise auf Gedankengut der Politeia zurückführen lassen. Den Hintergrund bildete wie bei Platon Kritik an den sozialen Verhältnissen der jeweiligen Gegenwart, deren Entwicklung als Desintegration des Gemeinwesens wahrgenommen wurde. Es wurde ein Zusammenhang zwischen Privatbesitz, sozialer Polarisierung und Verfall der Sitten hergestellt. Als Alternative konzipierten die Utopisten einen gerechten, wohlgeordneten Idealstaat, der Luxus verbietet und den Privatbesitz abschafft oder drastisch beschränkt. Campanella übernahm sogar Platons Beseitigung der Familie.[136] Als Pionierleistungen werden in der Forschung zwei Hauptforderungen Platons gewürdigt, mit denen er seiner Zeit voraus war und die viel später unter ganz anderen Verhältnissen und Voraussetzungen verwirklicht wurden: eine spezielle Ausbildung als Voraussetzung für die Aufnahme in ein Beamtentum, das Regierungsaufgaben übernimmt, und eine vom Staat geregelte Erziehung.[148] Unter denen, welche die propädeutische Ausbildung erhalten haben, soll eine Vorauswahl derjenigen, die sich für die dialektische Schulung eignen, getroffen werden. Ihnen wird dann ab dem zwanzigsten Lebensjahr philosophischer Unterricht erteilt. Nach Vollendung des dreißigsten Lebensjahrs findet unter dieser Elite eine weitere Auslese der Tüchtigsten statt. Diese absolvieren ein fünfjähriges vertieftes Philosophiestudium. Anschließend sollen sie „in die Höhle zurückkehren“: In den folgenden fünfzehn Jahren haben sie sich in wichtigen staatlichen Ämtern zu bewähren und ihre Führungsqualitäten zu erproben. Erst als Fünfzigjährige, die sich sowohl im tätigen Leben als auch in der Wissenschaft bewährt haben, sind sie qualifiziert, die Idee des Guten zu erfassen und fortan der Regierung anzugehören.[66]

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Es gibt in dem Staat Arbeitsteilung und Hierarchie (Unter-/Überordnung). Platon denkt an eine begrenzte Größe und Einwohnerzahl, bei der die Möglichkeit direkten Kontaktes zwischen Bürgern und Herrschenden besteht.Laut Quellenberichten geriet Platon am Ende der Sizilienreise in Gefangenschaft und wurde als Sklave verkauft, kam aber bald wieder frei und konnte nach Athen zurückkehren. Ein Spartaner namens Pollis soll ihn im Auftrag des Dionysios auf dem Sklavenmarkt von Aigina verkauft haben, worauf der Käufer, ein gewisser Annikeris aus Kyrene, dem Philosophen aus Großmut und Wertschätzung die Freiheit schenkte. Sehr wahrscheinlich war aber Dionysios an der Episode nicht beteiligt; vielmehr wurde das Schiff, auf dem der Philosoph von Sizilien heimkehrte, von den Spartanern oder den Ägineten gekapert, die damals mit Athen im Krieg lagen.[23] Sokrates beendet die Erzählung des Mythos mit der Ermahnung, stets Gerechtigkeit zu üben und der Vernunft zu folgen.[92] Wie fing das mit der Philosophie eigentlich an? Was war der Übergang vom Mythos zum Logos? Warum wurde Sokrates hingerichtet? Was ist die platonische Ideenlehre? War Platons Apfelkuchen-Rezept wirklich so gut? Was ist der Satz vom Widerspruch? Das sind nur einige der Fragen, die dieser Podcast stellt. Gelegentlich gibt es auch eine Antwort darauf.

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Man hat es mir bestimmt üüüüüüüberhaupt nicht angemerkt, aber für mich stellt Platons politische Philosophie den schwächsten Teil des Werks unseres großen Philosophen dar. Warum? Das will ich euch erklären. Doch zuvor stellt sich mir noch eine andere Frage. Eine Frage, die sich direkt an das letzte Mal anschließt, in der wir Platons Vorstellungen von einem perfekten Staat kennengelernt hatten:Im frühen 20. Jahrhundert äußerten sich Mitglieder des George-Kreises enthusiastisch über Platons politisches Gedankengut. Kurt Hildebrandt fasste diese Sichtweise zusammen, indem er die Bildung eines neuen Adels als Ziel Platons darstellte. Er sah in dem Staatsentwurf ein konkretes Angebot des Philosophen an seine Heimatstadt.[153]

Von der Tugendfrage zur Staatstheorie (Buch II)Bearbeiten Quelltext bearbeiten

Die Textüberlieferung basiert in erster Linie auf den zahlreichen mittelalterlichen Handschriften, die sich letztlich auf zwei antike Abschriften zurückführen lassen. Der Vergleich der handschriftlichen Überlieferung mit den vielen teils umfangreichen Platonzitaten in antiker Literatur zeigt, dass der vorliegende Textbestand weitgehend einheitlich und zuverlässig ist. Die handschriftliche Überlieferung setzt im späten 9. Jahrhundert ein. Der Patriarch von Konstantinopel Photios I., ein führender Gelehrter des 9. Jahrhunderts, ließ eine Sammlung aller unter Platons Namen überlieferten Werke in zwei Codices anfertigen. Diese beiden Bände sind heute verloren, doch der Text des Patriarchen war die Basis späterer, teils prachtvoller Abschriften, die einen Großteil der heute vorliegenden Textüberlieferung ausmachen. Eine weitere Sammelhandschrift von Platons Schriften entstand im Auftrag von Arethas, einem Schüler des Photios.[48] 1423 brachte der Humanist Giovanni Aurispa eine vollständige Sammlung von Platons Werken aus Konstantinopel nach Italien. Eine Ergänzung zu den mittelalterlichen Textzeugen bilden die vielen antiken Papyri, die allerdings nur Textfragmente enthalten.[49] Der älteste Papyrus stammt aus dem späten 4. oder frühen 3. Jahrhundert v. Chr.[50] 4.2 Inhaltsangabe, Zusammenfassung der Rahmenhandlung. Utopia weist wie so mancher Dialog Platons eine Rahmenhandlung auf, sie verleiht dem Buch eine innere Struktur und ordnet die erörterten Themen. Am Anfang steht die aus dem Leben gegriffene Situation einer Reisegesandtschaft. Durch diese Darstellung wird der Leser allmählich in das.

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Ob Platon einen intuitiven, unmittelbaren Zugang zum höchsten Prinzip für möglich gehalten und für sich selbst in Anspruch genommen hat, ist umstritten, ebenso wie die Frage, ob er überhaupt eine gegenüber der dialektischen Kunst eigenständige Intuition angenommen hat und in welchem Verhältnis die intuitive Erkenntnis gegebenenfalls zum diskursiven Prozess steht.[222] Gegen die Annahme intuitiver Erfassung der Idee des Guten plädieren Forscher wie Peter Stemmer, der eine Beschränkung auf die Dialektik als einzigen Erkenntnisweg annimmt und daher Platon eine tiefe Skepsis hinsichtlich der Möglichkeit, die Idee des Guten mit Wissen zu bestimmen, unterstellt.[223] Ein konsequenter Vertreter der Gegenposition ist Jens Halfwassen. Er führt die neuplatonische Lehre von der intuitiven Betrachtung des Einen und Guten, die eine Selbstaufhebung des dialektischen Denkens voraussetzt, auf Platon selbst zurück und rehabilitiert damit das neuplatonische Platonverständnis.[224] Noch weiter in diese Richtung geht Christina Schefer.[225] Sie trägt Indizien für ihre Ansicht vor, wonach im Zentrum von Platons Denken weder die geschriebene Ideenlehre noch die ungeschriebene Lehre stand, sondern eine „unsagbare“ religiöse Erfahrung, die Theophanie des Gottes Apollon. In dieser Platon-Deutung erhält somit auch die ungeschriebene Lehre den Charakter von etwas Vorläufigem. Die Politeia wurde von Platon um etwa 370 v.Chr. verfasst. Seinen Überlegungen lag im wesentlichen die Frage zugrunde, was Gerechtigkeit ist. Die Klärung dieser Frage sah er als Grundlage aller Staatlichkeit und damit auch des Idealstaates an, den er in der Politeia zu entwickeln versuchte. Platon kam schließlich zu der Erkenntnis, dass jeder einzelne [] eine von all den Aufgaben des. Im 17. Jahrhundert bildete sich in Cambridge der Kreis der „Cambridger Platoniker“, zu dem Ralph Cudworth und Henry More gehörten. Diese Philosophen erstrebten eine Harmonisierung von Religion und Naturwissenschaft, wofür ihnen der Neuplatonismus eine geeignete Grundlage zu bieten schien. Der Staatstheoretiker Jean Bodin wandte sich gegen Platons Konzept einer Einheit der Bürger durch Aufhebung des Privatbereichs. Der private und der öffentliche Bereich seien in Wirklichkeit komplementär und bedingten einander.[134]

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Die Erziehung bezweckt die bestmögliche Ausbildung körperlicher und geistiger Fähigkeiten. Der körperlichen Ertüchtigung dient die Gymnastik, der geistigen Entwicklung die musische Bildung („Musenkunst“), die Dichtung, Lied und Tanz umfasst. Die Dichtung als zentrales Element herkömmlicher Erziehung ist ein besonders wichtiges Thema. Bei der pädagogischen Funktion der Dichtung in der griechischen Gesellschaft geht es nicht um unterhaltsame Beschäftigung mit ansprechend gestalteten literarischen Fiktionen. Vielmehr gelten die berühmten epischen Dichter Homer und Hesiod traditionell als erstrangige Autoritäten, die göttliche Wahrheiten verkünden, und auch Aussagen von Lyrikern wie Pindar und Tragödiendichtern wie Aischylos haben großes Gewicht. Die Dichter belehren unter anderem über die Götter, die Entstehung der Welt, die Ordnung des Kosmos, die Pflichten der Menschen und vorbildliches Verhalten. Ihre Auffassungen über Tüchtigkeit und Tugenden, Ruhm und Schande, Ehrenhaftes und Unehrenhaftes, Recht und Unrecht prägen das allgemein herrschende Welt- und Menschenbild, die Wertordnung der Gesellschaft und die gängigen Moralvorstellungen. Das beginnt mit den Mythen, die Mütter und Ammen den kleinen Kindern erzählen. Der Gehalt der Mythen wird der als klassisch geltenden Dichtung entnommen.[30] Schon in der Antike galt die Politeia als eines der wichtigsten Werke Platons. Sein Schüler Aristoteles betrachtete das Staatsmodell nicht als Gedankenexperiment, sondern kritisierte es als ernst gemeintes politisches Projekt. Die tiefe Meinungsverschiedenheit der beiden Philosophen betraf nicht nur die Umsetzung des Vorhabens, sondern schon die Zielsetzung. Aristoteles hielt das Ziel, im Staat Einheit herzustellen, für prinzipiell verfehlt, denn ein Staat könne nicht in dem von Platon gemeinten Sinne eine Einheit sein. Das Vorhaben, zwecks Schaffung eines Einheitsbewusstseins Besitzunterschiede und familiäre Bindungen zu beseitigen, sei zum Scheitern verurteilt, denn Menschen ohne Privatbesitz und Familie würden ihre Loyalität nicht der staatlichen Gemeinschaft zuwenden, sondern im Gegenteil kein Interesse am Gemeinwohl und an der nächsten Generation zeigen. Die Aufhebung des Privatbesitzes widerspreche einem Grundzug der menschlichen Natur und verunmögliche die Freigebigkeit. Außerdem lehnte Aristoteles die Ideenlehre ab. Er kritisierte, Platon habe es versäumt, die Erziehung und die politischen und ökonomischen Verhältnisse der Bauern und Handwerker zu klären; es müsse zu Konflikten zwischen den Erwerbstätigen und den Wächtern kommen. Die in der Politeia geschilderte Abfolge der Verfassungen hielt Aristoteles für willkürlich und schlecht begründet; empirisch seien auch andere Umschwünge zu beobachten.[111]

Der Aufstieg aus der Höhle versinnbildlicht die Aneignung philosophischer Bildung. Sokrates betont, dass dieser Vorgang nicht darin besteht, dass gleichsam Blinden die Sehkraft verliehen wird. Über die „Sehkraft“ verfügt jeder bereits. Erforderlich ist nur, dass sich die ganze Seele samt ihrem „Auge“ „umwendet“. Im Gleichnis bedeutet das, dass sie erst unter kundiger Anleitung den Ausgang der Höhle findet, dann den steilen Gang betritt, der nach oben führt, und sich schließlich an den Glanz des Tageslichts gewöhnt.[63] Nach der Bestimmung der sozialen Gerechtigkeit kehrt Sokrates zur Ausgangsfrage nach der Gerechtigkeit innerhalb der einzelnen Individuen zurück. Er zeigt die Analogien auf: Wie der Staat besteht auch die Seele aus drei Bestandteilen, deren Merkmale denen der drei Stände entsprechen.[39] Eduard Zeller knüpfte in seiner Darstellung der antiken griechischen Philosophiegeschichte, einem damals maßgeblichen Standardwerk, an Hegels Ausführungen an. Er meinte, das Prinzip des platonischen Staates sei echt griechisch und es sei dem Philosophen mit der Verwirklichung vollkommen ernst gewesen. Der Idealstaat der Politeia zeige diejenigen Merkmale des griechischen Geistes, durch die sich dieser vom modernen unterscheide, in der höchsten Vollendung. Dadurch wirke das Konzept in der Moderne fremdartig. Platon habe aber Bestrebungen und Einrichtungen der Zukunft mit kühnem Griff vorweggenommen; er habe die von der Geschichte gestellten Aufgaben vorzeitig und mit untauglichen Mitteln zu lösen versucht.[150]

Die Politeia (griechisch Πολιτεία Politeía „Der Staat“; lateinisch Res publica) ist ein Werk des griechischen Philosophen Platon, in dem über die Gerechtigkeit und ihre mögliche Verwirklichung in einem idealen Staat diskutiert wird. An dem fiktiven, literarisch gestalteten Dialog beteiligen sich sieben Personen, darunter Platons Brüder Glaukon und Adeimantos und der Redner Thrasymachos. Platons Lehrer Sokrates ist die Hauptfigur. Weitere Anwesende hören lediglich zu. Im literarischen Dialog, der den Verlauf einer gemeinsamen Untersuchung nachvollziehen lässt, sah er die allein angemessene Form der schriftlichen Darbietung philosophischen Bemühens um Wahrheit. Aus dieser Überzeugung verhalf er der noch jungen Literaturgattung des Dialogs zum Durchbruch und schuf damit eine Alternative zur Lehrschrift und zur Rhetorik als bekannten Darstellungs- und Überzeugungsmitteln. Dabei bezog er dichterische und mythische Motive und Ausdrucksformen ein, um Gedankengänge auf spielerische, anschauliche Weise zu vermitteln. Zugleich wich er mit dieser Art der Darbietung seiner Auffassungen dogmatischen Festlegungen aus und ließ viele Fragen, die sich aus seinen Annahmen ergaben, offen bzw. überließ deren Klärung den Lesern, die er zu eigenen Anstrengungen anregen wollte. In diesem Idealstaat ist jedem Mensch ein entsprechender Platz zugeordnet. Auf diese Weise soll Gerechtigkeit hergestellt werden, in dem jedes Individuum seinen bestmöglichen Beitrag zum Gemeinwesen leistet. 2. Politeia. Die staatstheoretischen Ideen, wie ein gerechter Idealstaat verwirklicht werden könne, veröffentlichte Platon am Ende des 5 In der Platonforschung sind daher unterschiedliche Interpretationen der Stellung des Mythos zum Logos vorgeschlagen worden. Manche Gelehrte sehen im Mythos eine dem Logos untergeordnete Form.[86] Andere nehmen an, dass Mythos und Logos als gleichermaßen legitime Zugänge zur Wahrheit präsentiert werden. Demnach fasst Platon den Mythos nicht im Sinne eines Gegensatzes zum Logos auf; vielmehr handelt es sich um zwei komplementäre Annäherungen an die Wirklichkeit, zwei verschiedenartige Wege zum Verständnis der Welt, von denen der eine mit Vernunftgründen abgesichert ist, während der andere Aspekte vor Augen stellt, die auf rationalem Weg schwer begreiflich zu machen sind.[87] Je nach dem Verständnis ihres Sinnes und Zwecks sind die Mythen seit der Antike hinsichtlich ihres literarischen und philosophischen Werts sehr unterschiedlich beurteilt worden.[88]

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  1. Die Begabten können zu den oberen Klassen aufsteigen. Wer weitergebildet wird, kann „Wächter“ werden und dient damit als Krieger der Landesverteidigung oder hilft im Inneren, die Gesetze zu vollziehen (Militär, Polizei, Verwaltung). Als Freunde sollen die Wächter eine Besitzgemeinschaft bilden, die sich auch auf Frauen und Kinder erstreckt (Platon, Politeia 449a ff.). Eigentum besitzt nach Platon stets eine anti-soziale und individualisierende Tendenz. Es dient daher dem charakterlichen Wohl des Individuums, Eigentum grundsätzlich zu vermeiden und das wirtschaftliche Auskommen durch eine gemeinschaftsbasierte Versorgung sicherzustellen. Man kann also nicht behaupten, dass es sich bei der gegen Eigentum gerichteten Maßnahme nur um eine effizienzorientierte Strategie zu Lasten der Wächter handelt (Christoph Horn, a.a.O., S. 179). Wie die materielle Besitzgemeinschaft ist auch die Frauen- und Kindergemeinschaft ein Mittel zur Herstellung und Stabilisierung der vollkommenen Einheit der Polis.
  2. In der Tetralogienordnung der Werke Platons, die anscheinend im 1. Jahrhundert v. Chr. eingeführt wurde, gehört die Politeia zur achten Tetralogie. Der Philosophiegeschichtsschreiber Diogenes Laertios zählte sie zu den „politischen“ Schriften und gab als Alternativtitel „Über das Gerechte“ an. Dabei berief er sich auf eine heute verlorene Schrift des Mittelplatonikers Thrasyllos.[119]
  3. Wenn in der Welt der Ideen Platons alle Ideen schon immer existieren und immer existieren werden und alle Dinge in der sinnlichen Welt nur unvollkommene Abbilder dieser Ideen darstellen, müssten die Menschen doch alle dasselbe für schön bzw. nicht schön befinden, oder habe ich einen Denkfehler? Denn genauso verhält es sich ja auch mit der Idee des Guten oder der Gerechtigkeit.
  4. In Griechenland hatten Platons Ideen nicht zu den gewünschten Reformen geführt und auch in Syrakus, als er an den Hof gerufen wurde konnte er sich nicht durchsetzen! Am Ende seines Lebens erkannte Platon, daß sein Idealstaat unter der jetzigen Menschheit kaum realisierbar sei. Er kam zu folgendem Schluß
  5. Karl Poppers Kritik an Platons totalitärer Staatstheorie 11 eine perfektionistische Utopie, die auf der fehlgeleiteten Theorie der uneinge- schränkten Souveränität des Staates beruhe
  6. Da die Platoniker Platon überschwänglich verehrten, wurden über sein Leben zahlreiche teils phantastische Anekdoten und Legenden verbreitet, die oft seiner Verherrlichung dienten.[2] Es wurde sogar behauptet, er sei ein Sohn des Gottes Apollon, sein leiblicher Vater sei nur sein Stiefvater gewesen.[3] Daneben gab es aber auch Geschichten, die seine Verspottung und Diffamierung bezweckten.[4] Daher ist die historische Wahrheit schwer zu ermitteln. Eine Hauptquelle ist Platons Siebter Brief, der heute überwiegend für echt gehalten wird und auch im Fall seiner Unechtheit als wertvolle zeitgenössische Quelle anzusehen wäre.
  7. Da die ideale Verfassung nur den Göttern möglich ist, muss nach der zweitbesten Verfassung gesucht werden, die auch für Menschen realisierbar ist. Diese wird, nach Meinung der Gesprächspartner, zwar nicht ohne Privateigentum an Boden auskommen. Doch muss sichergestellt werden, dass dieses Eigentum jedem Bewohner zukommt und dass kein wirtschaftliches Ungleichgewicht entsteht. Da eine Spaltung die größte Gefahr für jede Gesellschaft darstellt, muss die Kluft zwischen Arm und Reich so klein wie möglich gehalten werden. Deshalb darf niemand das ihm zugeloste Stück Land verlieren können. Dessen Gegenwert stellt die untere Eigentumsgrenze dar, die obere sollte beim Drei- bis Vierfachen liegen. Das Landstück muss durch strenge Erbfolge in derselben Familie verbleiben und nur ein Drittel des gesamten Ertrags darf verkauft werden. Die Überwachung der Einhaltung dieser Vorgaben obliegt dem Verwaltungsapparat. Die Einrichtung der Ämter und die Auswahl der Beamten hat größte Wichtigkeit. Denn an den Beamten wird es liegen, ob die Gesetze richtig umgesetzt werden. Die ersten Gesetzeswächter sollen 37 Männer zwischen 50 und 70 Jahren sein. Ihre Finanzen müssen für alle Bürger offen einsehbar sein und geheime Bereicherung im Amt muss schwer bestraft werden.

Platons Staatskonzept - Zusammenfassung! (Philosophie

In die Dialoge sind eine Reihe von Mythen eingebaut, darunter der Atlantis-Mythos im Timaios[69] und Kritias, die Mythen von den Kugelmenschen[70] und der Geburt des Eros[71] im Symposion, die Mythen von Gyges,[72] Er[73] und den Autochthonen[74] in der Politeia, die Mythen vom Seelengespann[75] und von Theuth[76] im Phaidros, der Mythos vom Goldenen Zeitalter im Politikos,[77] der Welterschaffungsmythos im Timaios und mehrere Jenseitsmythen.[78] Die Rolle der letzten Seele ist zwar von den anderen verschmäht worden, aber das bedeutet nicht, dass sie schlecht ist. Manche Seelen treffen eine törichte Wahl und fügen sich selbst damit schweren Schaden zu. So beobachtete Er, dass der, der das beste Los zog, sich leichtsinnig das verhängnisvolle Dasein des größten Tyrannen aussuchte, da er von der Macht fasziniert war. Seelen, die aus dem Himmel zurückkehren, wählen oft unüberlegt, da sie sorglos sind, während die aus der Unterwelt Zurückkehrenden meist umsichtig entscheiden, da das erlittene und bei anderen miterlebte Leid sie nachdenklich gemacht hat.[91] Im achten Buch wendet sich Sokrates den einzelnen Staatsformen zu, um sie im Licht der nunmehr gewonnenen Einsichten zu untersuchen. Jeder Staatsform entspricht ein bestimmter im Staat jeweils dominierender Charaktertyp. Es handelt sich um fünf Grundtypen, die als solche zu untersuchen sind; daneben bestehen Mischformen. Das Entwicklungsmodell, das Sokrates nun vorstellt, basiert auf der Vorstellung eines historischen Prozesses, der schrittweise von der besten zur schlechtesten Verfassung führt.[67] Es soll aber kein empirisches Bild einer zwingend in diesen Phasen verlaufenden Geschichte geben, sondern nur modellhaft Gesetzmäßigkeiten aufzeigen.[68] In der Anfangsphase seiner Herrschaft tritt der neue Tyrann volksfreundlich auf. Er verhält sich milde, erlässt Schulden, verteilt konfisziertes Land und belohnt seine Anhänger. Nachdem er seine Herrschaft stabilisiert und einige Gegner beseitigt hat, ist sein nächster Schritt, einen Krieg zu beginnen. Damit lenkt er die Aufmerksamkeit auf einen äußeren Feind, demonstriert seine Unentbehrlichkeit als Befehlshaber und verhindert, dass sich eine Opposition gegen ihn formiert. Mögliche Gegner räumt er aus dem Weg, indem er sie an die Front schickt. Jeder Tüchtige, ob Freund oder Feind, erscheint ihm als Gefahr, die beseitigt werden muss. Da sich in der Bürgerschaft zunehmend Hass auf den Tyrannen ansammelt, verstärkt er seine Leibgarde mit Söldnern und ehemaligen Sklaven, die ihm persönlich ergeben sind. Der Unterhalt dieser Truppe verursacht hohe Kosten. Zu deren Deckung werden zunächst die Tempel geplündert, dann Steuern erhoben. Das Volk ist aus der maßlosen Freiheit in die übelste und bitterste Sklaverei geraten. Bei den Tragödiendichtern findet der Tyrann allerdings Beifall, denn sie bekommen von ihm Honorare und Ehren.[77]

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Platon-Staatsphilosophi

  1. 4.1 Zusammenfassung; 5 Gerechtigkeit im Staat; 6 Gerechtigkeit beim Menschen; 7 Philosophenkönige; 8 Literatur. 8.1 Übersetzungen; 8.2 Sekundärliteratur; 9 Anmerkungen; 10 Weblinks; Im Dialog auftretende Figuren. Sokrates; Kephalos (Greis) Polemarchos (Sohn des Kephalos) Thrasymachos ; Glaukon und Adeimantos (Platons Brüder) Einordnung. Im Kern dreht sich die Diskussion nicht um die Frage.
  2. Karl Marx urteilte 1867: „Platos Republik, soweit in ihr die Teilung der Arbeit als das gestaltende Prinzip des Staats entwickelt wird, ist nur atheniensische Idealisierung des ägyptischen Kastenwesens, (…).“[152]
  3. Erziehung und Bildung sind wichtig. Das weibliche und das männliche Geschlecht sollen auf gleiche Weise erzogen und (aus)gebildet werden. In der allgemeinen Art der natürlichen Begabung gebe es keinen Unterschied, nur seien Frauen dabei im allgemeinen schwächer als Männer (womit ein Übertreffen im Einzelfall nicht ausgeschlossen ist).

Um die Mitte des 3. Jahrhunderts entstand der Neuplatonismus. Dieser moderne, erst im 19. Jahrhundert geprägte Begriff bezeichnet eine Richtung, die besonders die metaphysischen und religiösen Aspekte der platonischen Tradition betonte und detaillierte Modelle einer hierarchisch gestuften Weltordnung entwarf. Diese Strömung spielte in der Philosophie der Spätantike eine dominierende Rolle. Als Begründer des Neuplatonismus gilt – zusammen mit seinem Lehrer Ammonios Sakkas – Plotin, der in Rom eine Schule gründete. Plotin betrachtete sich aber nicht als Neuerer, sondern wollte nur ein getreuer Ausleger der Lehre Platons sein. Sein prominentester Schüler war Porphyrios, der in einer Kampfschrift den religiösen Platonismus gegen das erstarkende Christentum verteidigte. Ein Schüler des Porphyrios, Iamblichos von Chalkis, verfeinerte das System, wobei er manche Ansichten Plotins und Porphyrios' verwarf. Er übte einen bestimmenden Einfluss auf die um 410 gegründete neuplatonische Schule von Athen aus, die nach langer Unterbrechung die dortige Tradition der Akademie erneuerte. Daneben war auch Alexandria, wo Plotin studiert hatte, ein bedeutendes Zentrum des spätantiken Neuplatonismus. Diese letzte Blüte des Neuplatonismus dauerte bis ins frühe 6. Jahrhundert. Unter den späten Neuplatonikern hatte Proklos die stärkste Nachwirkung; prominente Philosophen aus der Schule von Athen waren ferner Damaskios und Simplikios. Mit Augustinus von Hippo begann eine neue Dimension der Staatstheorie. Der Kirchenvater stützte seine politischen Ideen auf Bibelzitate und stellte damit das Christentum in den Mittelpunkt. Augustinus' Werk De civitate dei (Vom Gottesstaat) definierte das Verhältnis zwischen Bürgern und Staat grundlegend neu und interpretierte jedes politische Handeln im Sinne der Religion Agenda 1) Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation im 4./5. Jhdt. a.c. 2) Grundgedanken des platonischen Idealstaates Gesellschaft, Erziehung, Politik, Herrschaft Ideenlehre, Höhlengleichnis 3) Zusammenfassung 4) Kritik an Platons Staat, Diskussio Platon: Der Staat 2 Sokrates erzählt Sokrates · Glaukon · Polemarchos · Thrasymachos · Adeimantos · Kephalos · Kleitophon Erstes Buch Gestern ging ich in den Peiraieus hinab mit Glau-kon, dem Sohne des Ariston, um zur Göttin zu beten und zugleich das Fest zu schauen, wie sie es begehen würden, da sie es jetzt zum ersten Male feiern. Wirk-lich fand ich den Zug der Einheimischen schön.

Platons Politeia: Gedankengang und Aufbaupla

Im Dialog Gorgias führt Platon den Gedanken eines Totengerichtes ein, der hier erstmals in der griechischen Kulturgeschichte näher ausgeführt wird, in Anknüpfung an ältere Vorstellungen einer richtenden Funktion von Göttern. Platons Totengericht besteht aus Minos, Rhadamanthys und Aiakos. Die nackten Seelen werden dort anhand ihrer „Narben“ und „Schwielen“ geprüft, welche durch ein ungerechtes Leben entstanden sind, und in den Tartaros oder das Elysion verwiesen.[120] Ähnlich beschreibt Platon in der Politeia (Mythos des Er), wie die Seelen nach ihrer jeweiligen Lebensweise in die Unterwelt verbannt und gereinigt oder an einen himmlischen Ort versetzt werden. Nach tausend Jahren werden sie zur „Spindel der Ananke“ (Notwendigkeit) geführt, welche die Gestirne in Bewegung hält. Von den Moiren beaufsichtigt, wählen sie dort aus verschiedenen Lebensmodellen dasjenige, das sie künftig verwirklichen wollen, und begeben sich erneut in die Inkarnation.[121] Zusammenfassung: Platon, Aristoteles & Hobbes für 1. Halbzeitklausur . Platon zitieren (Literatur, Latein, Germanistik . Politeia (πολιτεία) is an ancient Greek word used in Greek political thought, especially that of Plato and Aristotle. Derived from the word polis (city-state), it has a range of meanings, from the rights of citizens to a form of government ; by Walter de Gruyter. Der Kreter Kleinias, der Spartaner Megillos und ein namenloser Athener, allesamt ältere Herren, wandern zu einem kretischen Zeus-Heiligtum und unterhalten sich dabei über Politik. Der Athener will von Kleinias und Megillos wissen, wen Sie als Urheber ihrer jeweiligen Gesetze sehen. Für den Spartaner ist dies Apollo, für den Kreter Zeus. Nun fragt der Athener nach dem Zweck ihrer Gesetze. Während Kleinias den Krieg angibt, spricht sich der Athener für Frieden als Staatszweck aus: Der Gesetzgeber soll vor allem für Frieden unter den Bürgern und mit anderen Staaten sorgen. Was den Endzweck der Gesetze betrifft, unterscheidet der Athener die göttlichen Güter Einsicht, Besonnenheit, Gerechtigkeit und Tapferkeit von den menschlichen Gütern Gesundheit, Schönheit, Kraft und Reichtum. Er erklärt, dass die göttlichen über den menschlichen Gütern stehen, weil sie vernünftiger sind, und dass sie deshalb den Zweck der Gesetzgebung darstellen sollten. Da aber ein tugendhaftes Leben nicht gesetzlich verordnet werden kann, wendet sich das Gespräch der Erziehung zu. Der Athener führt aus, der Mensch sei eine von Schmerzen und Lüsten gelenkte Marionette der Götter. Da sich seine natürlichen Antriebe nicht von sich aus mit dem Vernunftgesetz deckten, müsse das Gefühlsleben des Menschen durch Gewöhnung und Einübung in Übereinstimmung mit der Tugend und dem Gesetz gebracht werden: durch Erziehung.Platon zeichnet in der Politeia den Werdegang eines Staates hin zu seinem Idealmodell. Ein auf die menschlichen Grundbedürfnisse ausgerichteter erster, primitiver Staat, als „Schweinepolis“ bezeichnet (ὑῶν πόλις hyṓn pólis), bildet sich, da niemand für sich autark sein kann. Bei fortschreitender Entwicklung gilt der Grundsatz der Arbeitsteilung aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen und Begabungen der Bürger. Der Staat besteht jedoch um eines höheren Ziels willen, nämlich der Gerechtigkeit, die sich in der gerechten Verteilung der Aufgaben auf die Stände zeigt. Jeder soll im Staatsgefüge eine seinen Fähigkeiten entsprechende Tätigkeit ausüben. Daher kann bereits ein einfacher Staat der Forderung nach einer gerechten Struktur nachkommen, indem er durch das Prinzip gegenseitiger Hilfe die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse ermöglicht. Aus dem primitiven Staat entwickelt sich stufenweise ein „üppiger“ und „angeschwollener“ Staat (τρυφῶσα/φλεγμαίνουσα πόλις tryphṓsa/phlegmaínusa pólis), in dem sich ein kulturelles Leben herausbildet und Luxusgüter zur Verfügung stehen.[176]

Das schwerste Verbrechen ist der Zweifel an den Göttern. Er kann auf drei Arten verübt werden: als Atheismus, der die Existenz der Götter verneint; als Agnostizismus, der die Frage für unentscheidbar hält; oder als Zweifel darüber, ob die Götter – auch wenn es sie geben sollte – sich überhaupt um uns Menschen kümmern. Derlei Einstellungen führen dazu, dass Gesetze als willkürliche Setzungen angesehen und nicht mehr befolgt werden, weshalb jede Gotteslästerung mit dem Tod zu bestrafen ist. Alles Unrecht wird aus Unwissen begangen. Der Fehler der Atheisten liegt etwa darin, nicht zu verstehen, dass die Seele über dem Körper steht. Die Bewegungen der Körper unterliegen dem äußeren Anstoß und werden durch Hindernisse gehemmt. Nur die Selbstbewegung vermag einen Körper frei und selbstständig zu bewegen. Sie ist das Wesen jedes Dings, seine Seele. Da letztlich sogar die Sterne sich selbst bewegen, liegt die Existenz einer Weltseele, eines Gottes, auf der Hand. Der Fehler der Zweifler liegt darin, dass sie den Göttern schlechte Eigenschaften zuschreiben, wenn sie behaupten, die Götter würden nicht eingreifen, wenn die Guten leiden und die Bösen siegen. Das ist einerseits nur ein Schein, da die Bösen im nächsten Leben ihre Taten bereuen werden, und andererseits prinzipiell keine Art, über Götter zu sprechen: Diese haben per se keine negativen Eigenschaften. Schüler Platons, Lehrer von Alex. dem Großen 3. Das Ziel menschlichen Handeln ist die Eudämonie (Glückseligkeit) 4. Die Tugend selbst stellt die goldene Mitte zwischen zwei Extremen dar 5. Grundlegenden Verschiedenheit der Menschen 6. Zwei Formen der Gerechtigkeit (austeilende und ausgleichende) 7. Unterscheidung von Naturrecht und positivem Recht 8. Staatsgründung folgt einer.

Die Einführung der Ideenlehre wird häufig als die Trennlinie zwischen sokratischer und platonischer Philosophie gesehen. In den frühen aporetischen Definitionsdialogen beschäftigt sich der Sokrates Platons primär mit ethischen Themen. Er fragt danach, welche Eigenschaften eine bestimmte Tugend wie Gerechtigkeit oder Tapferkeit ausmachen oder durch welche Merkmale das Gute gekennzeichnet ist. Jedoch bleiben die dort erwogenen Definitionen für ihn ungenügend, weil sie entweder zu eng oder zu allgemein gefasst sind und daher keine präzise Bestimmung des Inhalts des jeweils zu definierenden Begriffs ermöglichen. Antiochos von Askalon unternahm einen Neuanfang mit betonter Abkehr von der skeptischen Haltung, die er für unplatonisch hielt. Er gründete eine neue Schule, die er im Sinne einer Rückkehr zum ursprünglichen Konzept Platons „Alte Akademie“ nannte. Zu seinen Schülern gehörte Cicero, der sich 79 v. Chr. in Athen aufhielt. Damit begann die Zeit des Mittelplatonismus, dessen Vertreter sich insbesondere mit theologischen und kosmologischen Fragen auseinandersetzten. Die Mittelplatoniker griffen zum Teil stoische und aristotelische Ideen auf, die nach ihrer Ansicht mit der Lehre Platons übereinstimmten. Daneben gab es aber auch eine von Numenios vertretene Richtung, die zur ursprünglichen Lehre Platons zurückkehren und den Platonismus von stoischen und aristotelischen „Irrlehren“ reinigen wollte. In einem idealen Staat müssen die vier Grundtugenden Weisheit, Tapferkeit, Besonnenheit und Gerechtigkeit praktiziert werden. Die Weisheit zeichnet die Herrscher aus, die den kleinsten Bevölkerungsteil bilden. Die Tapferkeit ist das besondere Merkmal der Wächter; sie zeigt sich in der unbeirrbaren Beharrlichkeit, mit der dieser Stand seine Aufgabe erfüllt. Die dritte Tugend, die Besonnenheit, äußert sich in der Einmütigkeit: Die hierarchische Struktur, in der das Bessere dem Geringerwertigen übergeordnet ist, wird von allen gebilligt. Besonnenheit ist somit nicht einem bestimmten Stand zugewiesen, sondern durchdringt und prägt die gesamte Bürgerschaft. Dann herrscht Eintracht, weil die Regierten nicht Unterworfene sind, sondern sich den Regierenden aus Einsicht willig unterordnen.[37]

Der Staat wird von Philosophen/Philosophinnen als Herrscher/Herrscherinnen geleitet, die mit Hilfe ihrer Vernunftbegabung Einsicht in das Gute an sich haben, gestützt auf ihre Ideenerkenntnis Ordnung erkennen, für sie sorgen und Mitmenschen von ihr überzeugen können (vgl. zum Zusammenkommen von Macht und Philosophie, den Philosophenkönigen, Politeia 473 d). Es gehört zur Aufgabe der Philosophen, sich auch mit Praxis zu befassen und um ihre Mitmenschen zu kümmern.Und wo ich gerade Karl Popper erwähnt habe: Er und Bertrand Russell gehören zu den schärfsten Kritikern von Platons politischer Philosophie. Sie sagen, dass Platon die theoretischen Grundlagen für einen Totalitären Staat wie den Nationalsozialismus oder den Stalinismus geschaffen hat. Ich will nicht verschweigen, dass diese Kritik ihrerseits auch oft kritisiert wurde. Zum einen konnte Platon natürlich nicht wissen, was über 2.000 Jahre später aus seinen Gedanken gemacht wurde. Zum anderen finden sich wohl viele nitpicky Details, in denen vor allem Popper in seinem Buch „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ Platon falsch auslegt. Ausgangspunkt für Platons Überlegungen bildet eine grundlegende Kritik an den herkömmlichen Regierungsformen: Als Konsequenz dessen zeichnet er als Gegenentwurf das Bild eines Idealstaates, in welchem Gerechtigkeit und Glück die wesentlichen Bestandteile darstellen. Dieser Staat ist eine Aristokratie der Besten, welche nach der Idee des Guten streben. In diesem Idealstaat gelangen.

Platon - Erziehung und Zensur - Privatsprach

In der Antike galt Platon als Meister des Dialogs. Seine Dialoge wurden mehr geschätzt als die Werke anderer Sokratiker und die für eine breitere Leserschaft bestimmten Schriften seines bekanntesten Schülers Aristoteles, die im Unterschied zu dessen fachwissenschaftlichen Lehrschriften nicht erhalten geblieben sind. Platons Politeia ist eine der wirkmächtigsten Schriften der Antike. Wie könnte ein gerechter Staat aussehen? Wie eine gerechte Gesellschaft? Platon entwirft einen Idealstaat, in dem Männer und Frauen der herrschenden Klasse gleichberechtigt sind, es weder Heirat noch Familie gibt, alle Kinder gemeinsam erzogen werden - ohne dass sie ihre Eltern kennen -, niemand etwas besitzt, eine. PLATONS IDEENLEHRE. Platon teilt die Welt in das Reich der Wahrnehmung und das Reich der Ideen. Das Reich der Wahrnehmung kann auch Sinnenwelt genannt werden. Über diese Welt können keine allgemeingültigen Aussagen gemacht werden, da sie von uns mit unseren fünf Sinnen wahrgenommen wird. Diese Aussagen können auch nicht allgemeingültig sein, da die Dinge, die beschrieben sind, sich.

In diesem Text findet Ihr eine Zusammenfassung über Platons Leben und seine Ansichten bezüglich der Demokratie und anderen Staatsformen. Zur Hilfe benutze ich hierfür einen Ausschnitt aus seinem Werk Politeia als Quelle. Platon (lat. Plato) war ein griechischer Philosoph und wurde 427 v. Chr. in Athen geboren. Er stammte aus einer wohlhabenden Familie und verbracht Da praktisch alle Themen, die in der Philosophiegeschichte eine Rolle spielen, bereits bei Platon zu finden sind, bemerkte der britische Philosoph und Mathematiker Alfred North Whitehead 1929 pointiert, die europäische philosophische Tradition bestehe aus einer Reihe von Fußnoten zu Platon.[244] Zusammenfassung Reale Staaten haben die Tendenz zu degenerieren, hierbei gibt es eine bestimmte Abfolge von Entartungserscheinungen. Platon hielt aber den von ihm konzipierten Idealstaat zunächst für politisch umsetzbar, nach einem gescheiterten Versuch in Sizilien aber entwarf er in dem Werk Nomoi eine neue, abgeänderte Staatskonzeption Die Seelenteile haben ihnen eigentümliche Tugenden, mit denen jeweils auf besondere Weise verbunden (auch wenn sie alle Vernunft voraussetzen): Die Besonnenheit mit einer Kontrolle über das Begehrende (τὸ ἐπιθυμητικόν), die Tapferkeit mit dem Muthaften/sich Ereifernden (τὸ θυμοειδές), die Weisheit mit dem Vernünftigen (τὸ λογιστικόν) und die Gerechtigkeit mit einer Übereinstimmung/Harmonie aller Seelenteile/Seelenvermögen. Gerechtigkeit bedeutet, das Seine zu haben und das Seine zu tun (Politeia 433b τὸ τὰ αὑτοῦ πράττειν). Denn sein Schüler Platon hat einiges aufgeschrieben. Vieles hat er in Dialogform verfasst, also als Gespräch, und da kam Sokrates immer wieder zu Wort. Ob alles so stimmt, was Platon dem Sokrates in Mund gelegt hat? Die Forscher sagen zum Teil ja, zum Teil vermischt Platon das aber mit seiner eigenen Meinung. S oder kein S - das ist die Frage . Es gibt einen Streit darüber, ob Sokrates.

Kritik an Platons staat? (Schule, Referat, Philosophie

Aus der Antike sind nur einige Papyrus-Fragmente aus der römischen Kaiserzeit[108] sowie ein kleines Fragment einer schlechten koptischen Übersetzung aus der Sammlung der Nag-Hammadi-Schriften erhalten.[109] In Utopia entwarf der Staatsmann und Humanist Thomas More 1516 eine ideale Gemeinschaft - Vorläufer für viele Wunschbilder einer besseren Welt Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand ein paar "useful phrases" für einen summary senden könnte (ein Link geht selbstverständlich auch). Ich habe sehr viele Phrasen für die Zusammenfassung eines "non fictional text" gefunden, aber nach passenen Redewendungen für die Zusammenfassung eines fictional text habe ich bisher vergeblich gesucht.

Seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. beschäftigten sich Philologen der Alexandrinischen Schule mit den Werken Platons. Einer von ihnen, Aristophanes von Byzanz (3./2. Jahrhundert v. Chr.), ordnete die Schriften in Trilogien. Die verbreitetste antike Gruppierung ist jedoch diejenige in neun Tetralogien (Vierergruppen), also 36 Werke, nämlich 34 Dialoge, die Apologie und die Briefsammlung.[40] Die Tetralogienordnung, deren Entstehungszeit umstritten ist, wurde nach inhaltlichen Gesichtspunkten durchgeführt; dabei ging es den antiken Platonikern hauptsächlich um die didaktisch-pädagogische Frage, in welcher Reihenfolge ein Schüler die Schriften lesen sollte. Die platonische Idee ist – im Unterschied zum modernen Begriff „Idee“ – kein mentales Erzeugnis, kein Einfall oder Gedanke. Platon geht davon aus, dass die Welt, wie sie vom Menschen sinnlich wahrgenommen wird, einem der sinnlichen Wahrnehmung entzogenen, jedoch realen und eigenständig existierenden Reich der Ideen nachgeordnet ist, welches nur auf geistigem Weg erkannt werden kann. Die Idee ist für Platon das wahre Seiende, ihr Sein ist das Sein im eigentlichen Sinne. Den sinnlich wahrnehmbaren Gegenständen hingegen kommt nur ein bedingtes und damit unvollkommenes Sein zu. Zur Idee gelangt, wer von den unwesentlichen Besonderheiten des einzelnen Phänomens abstrahiert und seine Aufmerksamkeit auf das Allgemeine richtet, das den Einzeldingen zugrunde liegt und gemeinsam ist. So beschreibt er im Symposion, wie man von der sinnlichen Wahrnehmung eines schönen Körpers zur Schönheit der Seele, der Sitten und der intellektuellen Erkenntnisse und schließlich zu dem „seiner Natur nach Schönen“, also der Idee des Schönen gelangen kann. Hierbei handelt es sich um den Inbegriff dessen, was schön ist, denn nur die Idee des Schönen ist unbeeinträchtigt durch unschöne Anteile.[89] Ebenso ist die Idee der Gerechtigkeit frei von den ungerechten Aspekten, die jeder ihrer Manifestationen in der physischen Welt anhaften.

PLATON wählt die Höhle als Symbol für die physische Welt der Erscheinungen und die sonnendurchflutete Außenwelt als Symbol für die wirkliche Welt, die Welt der Ideen, dem wahren Gegenstand der Erkenntnis. Politische Theorie PLATONs. Auch die politischen Systeme der Erde, egal, ob Monarchie, Oligarchie, Diktatur oder Demokratie, sind PLATONs Ansicht nach nichts anderes als die. Bei christlichen Autoren fand Platons Kritik an unwürdigen Darstellungen der Götter in den Mythen der Dichter Beifall, denn die Christen polemisierten heftig gegen die alte polytheistische Religion, die auf diesen Mythen fußte. Minucius Felix und Augustinus lobten unter diesem Gesichtspunkt Platons Angriff auf die Dichter. Schon im 1. Jahrhundert hatte der jüdische Schriftsteller Flavius Josephus in seinem Werk Contra Apionem geschrieben, Platons Verbot der herkömmlichen Dichtung im Idealstaat basiere auf seiner richtigen Meinung über Gott.[125] Auch die Feststellung im Er-Mythos, die Gottheit könne nicht für die Schicksale der Menschen verantwortlich gemacht werden, da diese eine Folge der menschlichen Entscheidungsfreiheit seien, wurde in christlichen Kreisen mit Zustimmung zitiert. Entrüstung rief hingegen die für den Idealstaat geforderte Abschaffung der Monogamie hervor.[126] Die Dialoge stellen äußerst unterschiedliche Anforderungen an die intellektuellen Fähigkeiten der Leser. Daher ist nicht klar, welches Zielpublikum Platon gewöhnlich im Auge hatte. Wahrscheinlich ist, dass sich seine Dialoge teils primär als werbende (protreptische) Schriften an eine breitere Leserschaft wandten, während anspruchsvolle Werke wie der Timaios in erster Linie für philosophisch Vorgebildete und Schüler der Akademie bestimmt waren. Jedenfalls wollte Platon auf die gebildete Öffentlichkeit einwirken, um Außenstehende für die Philosophie zu gewinnen und auch um seine politischen Überzeugungen zu verbreiten.[63] Allerdings sah er auch die Gefahr von Missverständnissen, wenn seine Schriften in die Hände von Lesern gelangten, die unfähig waren, sie ohne weitere Hilfen zu erschließen.[64]

Gerechtigkeit im Idealstaat (Bücher II–IV)Bearbeiten Quelltext bearbeiten

Wer aus der Höhle an die Erdoberfläche gelangt ist, kann dort bleiben, ein glückliches Leben führen und die Höhlenbewohner ihrem Schicksal überlassen. Wenn er dennoch in die Höhle zurückkehrt, um den anderen zu helfen und als Führer zu dienen, nimmt er große Unannehmlichkeiten in Kauf. Er muss sich dann mit dem Unverständnis der Masse auseinandersetzen, wobei er sogar lebensgefährlichen Anfeindungen ausgesetzt ist. Eine Gegenleistung hat er von den Höhlenbewohnern nicht zu erwarten, denn sie haben nichts zu bieten, was für ihn einen Wert darstellen könnte. Daher ist die Rückkehr für ihn überhaupt nicht attraktiv. So verhält es sich auch mit einem guten – das heißt philosophisch gebildeten – Staatsmann: Er drängt sich nicht nach einer Führungsaufgabe, denn er weiß, dass sie ihm nichts einbringt. Vielmehr muss er überredet werden, Regierungsverantwortung zu übernehmen und den Bürgern damit einen Gefallen zu tun.[64] Eine Sonderstellung nahm allerdings Augustinus von Hippo, der langfristig einflussreichste Kirchenvater des Westens, hinsichtlich der Platon-Rezeption ein. Er setzte sich intensiv mit Platon und neuplatonischer Philosophie auseinander, erhielt dabei wesentliche Anregungen und drückte seine Wertschätzung für einzelne platonische Lehren aus. Eingehend beschrieb er aber auch die gewichtigen Unterschiede zwischen seiner christlichen Position und derjenigen Platons. Anschließend skizziert Sokrates die asketische Lebensweise der Wächter, denen Privatbesitz über das Lebensnotwendige hinaus versagt sein soll. Adeimantos befürchtet, dass die Wächter ein unglückliches Leben führen müssen, wenn ihre Tätigkeit nicht honoriert wird und sie weit ärmer sind als die Erwerbstätigen, die rangmäßig unter ihnen stehen. Dagegen macht Sokrates geltend, es gehe nicht um das Wohl eines einzelnen Standes, sondern um das aller Bürger. Außerdem sei sowohl Reichtum als auch Armut der beruflichen Leistung abträglich; daher sei beides aus dem Leben der Wächter fernzuhalten.[35] Laut der Chronik des Apollodoros wurde Platon 428 oder 427 v. Chr. geboren,[8] nach der antiken Tradition am 7. Tag des Monats Thargelion (Mai/Juni), dem mythischen Geburtstag des Gottes Apollon. An diesem Tag feierten später – noch im 3. Jahrhundert n. Chr. – die Platoniker sein Geburtstagsfest.[9] Schon im 3. Jahrhundert v. Chr. war eine Legende verbreitet, wonach „Platon“ ursprünglich nur ein Beiname war, den er in Anlehnung an das griechische Wort πλατύς (platýs „breit“) erhielt, womit angeblich auf die Breite seiner Stirn oder seiner Brust angespielt wurde. Diese Behauptung wird von der Forschung als unglaubwürdig betrachtet.[10] Auch eine Überlieferung, wonach Platon ursprünglich den Namen seines Großvaters Aristokles trug, ist eine im Rahmen dieser Legendenbildung entstandene Erfindung.[11] Seine Kindheit und Jugend verbrachte Platon in der Zeit des Peloponnesischen Krieges (431–404 v. Chr.), der mit der Kapitulation seiner Heimatstadt endete. Als Sohn aus vornehmer Familie genoss er eine sorgfältige Erziehung. Es wird berichtet, dass er Unterricht in Sport, Grammatik, Malerei, Musik und Dichtung erhielt, seine poetischen Jugendwerke jedoch später verbrannte; diese Behauptungen wurden allerdings möglicherweise nachträglich aus seinen Dialogen abgeleitet.[12] Es ist davon auszugehen, dass es sich beim zeitgenössischen Publikum sowohl um Leser als auch um Hörer handelte, und dass dem Vorlesen und Diskutieren ein hoher Stellenwert zukam.[65] Die Dialoge, die auch Parallelen zum griechischen Drama zeigen und stellenweise Tragödienzitate aufweisen, wurden in der Antike bisweilen wie Dramen aufgeführt oder rezitiert.[66]

  1. Dass die Atlantis-Erzählung in den Dialogen Timaios und Kritias von Platon zu dem Zwecke plaziert wurde, den zuvor in Politea erarbeiteten Idealstaat zu illustrieren, ist unstrittig, zumal dies durch den von Sokrates geäußerten Wunsch, den zuvor entwickelten Staat nun auch in Bewegung sehen zu wollen, unmißverständlich hervorgeht (Tim.19bc). Bislang schien es so, als sei auch ganz.
  2. Eine andauernde lebhafte Debatte in der Forschung dreht sich um die Frage, ob bzw. inwieweit die ungeschriebene Lehre rekonstruierbar ist und den Kern der platonischen Philosophie bildet.[207] Die Gelehrten der sogenannten „Tübinger Schule“, zu der Hans Joachim Krämer,[208] Konrad Gaiser[209] und Thomas A. Szlezák[210] zählen, bejahen diese Annahmen mit großer Zuversicht, und auch andere Forscher wie Jens Halfwassen haben eingehend dargelegt, warum sie die ungeschriebene Lehre für den wichtigsten Bestandteil von Platons Unterricht halten und sein Gesamtwerk im Licht dieser Einschätzung deuten.[211] Zu den zahlreichen Gelehrten, bei denen das Tübinger Platonbild Zustimmung gefunden hat – wenn auch teilweise mit Abstrichen und Vorbehalten –, zählen Michael Erler, Vittorio Hösle, Detlef Thiel, Rafael Ferber, Herwig Görgemanns, Karl Albert, Heinz Happ, Klaus Oehler, John Niemeyer Findlay, Willy Theiler, Hans-Georg Gadamer und Christina Schefer.[212] Da sich auch der Mailänder Philosophiehistoriker Giovanni Reale nachdrücklich für diese Auffassung ausgesprochen hat und Forscher aus seinem Umfeld dem zustimmten, spricht man heute auch von einer „Tübinger und Mailänder Schule“.[213]
  3. Der Dialog Nomoi entstand in der letzten Lebensphase Platons und gilt als letzter Dialog vor seinem Tod. Nur für das erste Buch ist die Entstehungszeit relativ sicher bestimmbar: nach 352 v. ​​​​​​​Chr. Aufgrund der enormen Länge des Werks wird jedoch ein längerer Entstehungszeitraum angenommen, der sich wahrscheinlich auf mehrere Schreibphasen verteilte. Laut Aristoteles begann Platon die Nomoi nach Fertigstellung von Der Staat. Platon dürfte hier Material verarbeitet haben, das ursprünglich für seine Dialoge Kritias und Hermokrates bestimmt gewesen war. Außerdem arbeitete er die zahlreichen Ratschläge zu konkreten Gesetzesvorschlägen, um die Platons Akademie immer wieder gebeten wurde, in den Dialog ein. Diese Empfehlungen bilden den Kern des praxisbezogenen Teils der Nomoi.
  4. dest einen Teil des Dialogs kommentierten, zählten Derkylides, Theon von Smyrna, Lukios Kalbenos Tauros, Albinos, Numenios von Apameia und Harpokration von Argos.[113] Alle Kommentare der Mittelplatoniker sind verloren; aus einigen sind vereinzelte Fragmente überliefert.
  5. Von idealistischen Schwärmereien war Marc Aurel weit entfernt, was seine Aussage zu Platon beweist: Hoffe nicht auf Platons Idealstaat, sondern gib dich zufrieden, wenn es ein ganz klein wenig vorangeht, und ziele auf diesen Ausgang, wie gering er auch ist. Und doch bleibt er der Welt als Philosoph in Erinnerung. Die in den Selbstbetrachtungen formulierten unerschütterlichen Grundsätze.
  6. ologie ironisch, um die hierarchische Wertordnung des Platonismus umzukehren: „Meine Philosophie umgedrehter Platonismus: je weiter ab vom wahrhaft Seienden, um so reiner schöner besser ist es. Das Leben im Schein als Ziel.“[241]

Die Analogie zwischen sozialer und innerseelischer Gerechtigkeit (Buch IV)Bearbeiten Quelltext bearbeiten

Adeimantos kann zwar gegen den Gedankengang des Sokrates nichts einwenden, verweist aber auf gegenteilige empirische Beobachtungen: Philosophen werden entweder als Scharlatane oder als anständige, aber verschrobene und untüchtige Menschen wahrgenommen. Für diesen Sachverhalt nennt Sokrates zwei Gründe: erstens die Inkompetenz der Menge und der unwissenden Machthaber, die den Wert der Philosophie nicht zu würdigen wüssten, und zweitens das Auftreten von Scheinphilosophen, die Schwätzer seien und die Philosophie in Verruf brächten. Damit meint er die Sophisten, gegen Entgelt unterrichtende Wanderlehrer, die er für unseriöse Verführer hält. Sophistische Mentalität sieht er als Ergebnis einer schlechten Erziehung und eines durch ungünstige Einflüsse fehlgeleiteten Weisheitsstrebens. Die großen Verführer und Übeltäter seien hochbegabt, sie hätten unter förderlichen Bedingungen Philosophen werden können, seien aber auf Abwege geraten. Im Rahmen der bestehenden Verfassungen sei keine Besserung der Verhältnisse in Sicht. Dennoch ist Sokrates hinsichtlich der Möglichkeit eines Umschwungs optimistisch. Er hält es für möglich, dass Söhne von regierenden Herrschern philosophisch veranlagt seien und nach ihrer Machtübernahme willens und fähig seien, eine Verfassungsreform im erwünschten Sinne durchzuführen.[56] Zusammen mit meiner Co-Podcasterin Paula mache ich den Spätfilm. Wir sprechen - wer hätte es gedacht - über Filme! Und wir sind gut. Verdammt gut. ;-)Platons frühe Werke stellen in plastischer Anschaulichkeit und dramatischer Lebendigkeit Personen und deren Meinungen dar. In einer Reihe von Dialogen dieser Phase geht es um die Suche nach Antworten auf die für Sokrates wichtigsten und drängendsten Fragen; gefragt wird etwa nach dem Wesen der Frömmigkeit (Euthyphron), der Tapferkeit (Laches), der Besonnenheit (Charmides), der Tugend (Hippias minor) sowie der Freundschaft und Liebe (Lysis). Bei der Begründung dieser schockierenden These kommt wiederum die Ideenlehre ins Spiel, die nun näher erläutert, aber nicht systematisch ausgeführt wird.[81] Ihr zufolge haben alle einzelnen, vergänglichen Sinnesobjekte – als Beispiele nennt Sokrates Stühle und Tische – Urbilder, das heißt vollkommene, unveränderliche geistige Muster, nach denen sie gestaltet sind. Jede Art von Objekten hat ein eigenes Urbild, die ihr zugeordnete „platonische Idee“. So ist das Urbild aller Tische die Idee des Tisches; an ihr orientiert sich der Schreiner, wenn er einen Tisch anfertigt.[82] Nun mischt sich Kleitophon ein. Er interpretiert die These des Thrasymachos radikal: Gerecht ist immer das, was der Mächtige momentan will, unabhängig davon, ob es ihm objektiv schadet oder nützt. Dem stimmt Thrasymachos jedoch nicht zu. Er argumentiert anders: Die Gerechtigkeit hat dem Vorteil des Stärkeren zu dienen. Wenn der Befehlende seinen Vorteil nicht sieht, irrt er und ist somit insofern kein wahrer Machthaber, sondern schwach. Der echte Machthaber ist der wirklich Stärkere: der, der keinem Irrtum erliegt, sondern seinen tatsächlichen Vorteil kennt. Sokrates versucht die These des Thrasymachos mit Gegenbeispielen zu erschüttern.[21]

Im Westen wurde die Politeia im Zeitalter des Renaissance-Humanismus wiederentdeckt. Die erste lateinische Übersetzung erstellte der byzantinische Gelehrte Manuel Chrysoloras zusammen mit seinem Schüler Uberto Decembrio 1400–1402. Ubertos Sohn Pier Candido Decembrio überarbeitete sie anhand des griechischen Originaltextes; 1440 beendete er seine Neufassung der lateinischen Politeia.[132] Eine weitere lateinische Übersetzung stammt von dem Humanisten Antonio Cassarino († 1447). 3.8.3 Platons Idealstaat. Ein weiteres berühmtes Gleichnis Platons ist das, in welchem er seine Vorstellung eines Idealstaates mit den drei Teilen des menschlichen Körpers gleichsetzt. Er teilt ihn in Kopf, Brust und Unterleib und ordnet jedem dieser drei Teile eine Charaktereigenschaft, eine Tugend und schließlich ein staatliches Organ zu

Eine Dialoggruppe dieser Phase hat die scharfe Auseinandersetzung mit bekannten Sophisten wie Gorgias oder Protagoras zum Thema, deren Haltung zur Ethik und zur Pädagogik der platonische Sokrates energisch entgegentritt. Unter dem bei ihm abwertend gemeinten Begriff „Sophisten“ fasst Platon unterschiedliche Denker zusammen, die als Lehrer umherzogen und gegen Entgelt unterrichteten, ansonsten aber wenig gemeinsam hatten. Bei ihm erscheint der typische Sophist als Inbegriff eines Vermittlers von wertlosem Scheinwissen. Platons polemische Darstellung bietet kein zuverlässiges Bild der Persönlichkeiten und Lehren der historischen Sophisten.[68] Eine andere Gruppe von Dialogen spielt szenisch und zeitlich im Umfeld der Verurteilung des Sokrates. In der Moderne wird die Politeia oft als Platons bedeutendstes Werk eingeschätzt; sie ist aber auch – neben den Nomoi – das inhaltlich umstrittenste, sowohl wegen der stark ausgeprägten „autoritären“ Züge als auch wegen der Dichterkritik.

Radikale Konsequenzen der Gerechtigkeit im idealen Staat (Bücher V und VI)Bearbeiten Quelltext bearbeiten

Glücklich kann der Tyrann dabei nicht sein, denn das Unglück, das er über seine Mitbürger bringt, spiegelt sich in seiner eigenen Seele. Diese ist ebenso beschaffen wie der von ihm regierte Staat: Der beste Teil in ihr ist geknechtet und der übelste und verrückteste herrscht. Daher kann sie nicht tun, was sie eigentlich will, sondern wird zum Spielball heftiger, quälender Impulse: der Furcht und der Reue und der Raserei der Begierden. Das bedeutet, dass sie von Leid erfüllt ist. Der Tyrann ist der unglücklichste Mensch. Er sitzt faktisch in einem Gefängnis, da er von lauter Gefahren umgeben ist und sich auf niemand wirklich verlassen kann. Sicherheitsbedenken schränken seine Bewegungsfreiheit ein, an eine Auslandsreise kann er nicht denken. Bei ihm ist die natürliche Rangordnung der Lüste in ihr Gegenteil verkehrt: Die wahre Lust, die nur Weisheit dem Menschen verschaffen kann, ist ihm völlig unbekannt und unerreichbar, und die niedrigsten Lüste, die gänzlich illusorisch sind, beherrschen sein Leben. Den Gegenpol dazu bildet der Philosoph, der alle Lüste aus Erfahrung kennt und beurteilen kann und die beste gewählt hat. Er ist der glücklichste Mensch. Wenn er sich politisch betätigt, orientiert er sich am Ideal des besten Staates. Nur für dieses interessiert er sich, auch wenn es nirgends verwirklicht ist; es ist gleichsam als „Musterbild im Himmel“ aufgestellt für den, der es sehen will.[79] Der heutige, von der Mehrheit der Gelehrten akzeptierte Forschungsstand in der Echtheitsfrage der 36 Werke, aus denen die Tetralogien bestehen, ist folgender: Die Erstausgabe des griechischen Textes erschien im September 1513 in Venedig bei Aldo Manuzio als Teil der ersten Gesamtausgabe der Werke Platons. Der Herausgeber war Markos Musuros. Exzerpt aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: 2,0, Universität Leipzig (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Seminar Platons Werke, Sprache: Deutsch, Abstract: Erstes Buch (=Trasymachos) Platons Dialog beginnt mit einem Zusammentreffen verschiedener Personen im Haus von Kephalos, unter anderem ist auch Sokrates anwesend Die 53 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften, die den Text ganz oder teilweise überliefern, stammen größtenteils aus dem Zeitraum vom 13. bis zum 16. Jahrhundert. Die älteste von ihnen, der „Codex A“, entstand im 9. Jahrhundert im Byzantinischen Reich.[110]

Ort und Zeit der Dialoge sind oft genau angegeben; so bilden etwa der Besuch beim inhaftierten Sokrates (Kriton), das Haus eines reichen Atheners (Politeia), ein Gastmahl (Symposion), ein Spaziergang außerhalb Athens (Phaidros) oder die Wanderung zu einem Heiligtum (Nomoi) das konkrete Umfeld. Die realitätsnahe Rahmengebung erweckt den Eindruck einer historischen Begebenheit und vermittelt Authentizität. Es handelt sich allerdings nicht um authentische Gesprächsprotokolle, sondern um literarische Fiktionen. Häufig werden auch Quellen der Überlieferungen, Berichte oder Mythen, welche in die Dialoge eingeflochten sind, präzise beschrieben und beglaubigt, beispielsweise beim Atlantis-Mythos im Timaios und im Kritias. Platon zeichnet in der »Politeia« den Werdegang eines Staates hin zu seinem Idealmodell. In seinem Werk »Politeia« beschrieb Platon seine Vorstellungen von einem idealen Staat. Er entwickelte dabei recht rigide Vorstellungen über einen zukünftigen Idealstaat ; Video: Platons Politeia - Zusammenfassung Masterarbeit, Hausarbei Platon unterscheidet scharf zwischen der Eudaimonie – dem einer gelungenen Lebensführung entsprechenden erfreulichen, ausgeglichenen Gemütszustand – und der körperlichen und seelischen Lust (hēdonḗ). Der Ausdruck Eudaimonie wird im Deutschen gewöhnlich ungenau mit „Glück“ oder „Glückseligkeit“ übersetzt. Platon hält die Eudaimonie für unbedingt erstrebenswert; die Lust lehnt er zwar nicht ab, doch stuft er legitime seelische Lust als niedriges Gut ein, und den Lustempfindungen, die aus der Befriedigung leiblicher Bedürfnisse resultieren, billigt er keinen Wert zu. Wenn die Vernunft innerhalb der Seele die Leitung innehat, was bei einer philosophischen Lebensführung der Fall ist, kann Lust auf unbedenkliche Weise erlebt werden.[172]

In mehreren Dialogen ist die Frage nach dem Wesen der Gerechtigkeit (δικαιοσύνη dikaiosýnē) ein zentrales Thema. In der Politeia definiert Platon Gerechtigkeit als die Bereitschaft eines Staatsbürgers, sich nur den Aufgaben zu widmen, für die er von Natur aus geeignet ist und die daher seinen Beruf ausmachen und seinem festgelegten Stand entsprechen, und sich nicht in andere Belange einzumischen.[157] Ungerechtigkeit entsteht somit dann, wenn die Grenzen der staatlich vorgegebenen Zuständigkeitsbereiche missachtet werden. Analog dazu herrscht Gerechtigkeit innerhalb eines Individuums dann, wenn seine Seelenteile (das Begehrende, das Muthafte und das Vernünftige) im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Platons Idealstaat - Connection A . Man solle nicht nur den idealen Staat bedenken, sondern auch den möglichen. Aus der Unvollkommenheit der verschiedenen Regierungsformen ( Monarchie , Aristokratie und Demokratie ) zog Aristoteles den Schluss, dass man eine Mischung dieser Regierungsformen anstreben sollte ; Sieht man den von Platon vorgestellten Staat als funktional geordnetes Gebilde an. Besonders aufschlussreich sind in diesem Zusammenhang die nach ihm benannten Sokratischen Dialoge von PLATON.. Die Lebensgeschichte von SOKRATES. Details zur Lebensgeschichte von SOKRATES sind wie geschildert nur aus den Schriften seiner Schüler überliefert. Danach wurde SOKRATES im Jahr 469 v. Chr. in Athen als Sohn des Steinmetzen SOPHRONISKOS und der Hebamme PHAINARETE geboren

Die Ausbildung der Philosophenherrscher (Bücher VI und VII)Bearbeiten Quelltext bearbeiten

Da für Platon eigenständige Bewegung ein Definitionsmerkmal der Seele ist, fasst er auch Tiere und Gestirne als beseelt auf, im Timaios[111] auch Pflanzen. Der Kosmos selbst verfügt über Vernunft, die ihren Sitz in der Weltseele (ψυχή τοῦ παντός psychḗ tou pantós) hat. Ein Schöpfergott, der Demiurg, bildete die Weltseele, verlieh ihr Teilhabe an den Ideen und pflanzte sie in die Welt, um die Vernunft in das Weltganze zu bringen und es dadurch vollkommener zu machen. Die Weltseele ist die Kraft, die sich selbst und alles andere bewegt. Sie ist der Welt immanent, überall in ihr verbreitet und umgibt sie zugleich.[112] Da sie durch ihre unterschiedlichen Bestandteile an allem Anteil hat, vermag sie alles wahrzunehmen und zu erkennen. Ihr Wesen ist demjenigen der menschlichen Vernunft gleich; daher besteht Übereinstimmung zwischen der Seele des Menschen und der des Kosmos. Einer Bestimmung der Idee des Guten nähert sich Platons Sokrates in der Politeia in drei Gleichnissen an (Sonnen-, Linien- und Höhlengleichnis). Im Sonnengleichnis vergleicht er das Gute mit der Sonne als seinem „Sprössling“. So wie das Sonnenlicht es ermöglicht, dass Dinge wahrgenommen werden, wogegen im Dunkeln die Sehkraft eingeschränkt ist, so lassen sich erst im Lichte der Idee des Guten andere Ideen erkennen. Die Idee des Guten verleiht den Dingen ihre Erkennbarkeit, dem Erkennenden seine Erkenntnisfähigkeit, allem Seienden sein Sein und allem – auch der Gerechtigkeit – seinen Nutzen, da sie selbst Ziel und Sinn von allem ist.[171] Daher ist ihre Erkenntnis das höchste Ziel des Philosophen und in der Politeia Voraussetzung dafür, Philosophenherrscher zu werden. Wer einmal die Einsicht in das Gute gewonnen hat, kann nicht mehr wider dieses bessere Wissen handeln; das Problem der Akrasia (Willensschwäche, mangelnde Selbstbeherrschung) besteht für ihn nicht. Das Gute wird damit zu einem absoluten Orientierungspunkt für das praktische Handeln.

Karl Poppers Kritik an Platons Staatsphilosophie in „Der

  1. Atlantis (altgriech.: Ἀτλαντὶς νῆσος Atlantìs nēsos Insel des Atlas) ist ein mythisches Inselreich, das der antike griechische Philosoph Platon (427 bis 347 v. Chr.) als erster erwähnte und beschrieb. Es war laut Platon eine Seemacht, di
  2. Der mit Sokrates befreundete Greis Kephalos und sein Sohn Polemarchos, in dessen Haus der Dialog stattfindet, sind in der Politeia Randfiguren, die nur im ersten Buch an der Diskussion teilnehmen. Bei beiden handelt es sich um historische Gestalten. Der historische Kephalos stammte aus Syrakus und war ein außerordentlich erfolgreicher Geschäftsmann, unter den Familien der in Attika wohnhaften Ausländer war seine die reichste. Seinem Sohn wurde der Reichtum zum Verhängnis: Während der Herrschaft der Dreißig, einer Zeit des Terrors, wurde Polemarchos 404 v. Chr. ohne Anklage und Gerichtsverfahren hingerichtet, sein Vermögen wurde konfisziert.[10]
  3. Platon gründet in Athen eine Philosophen-Schule, die nach dem Heros Akademos »Akademie« benannt wird. Hier entwirft er das Ideal eines Staates, in dem Philosophen eine gerechte Herrschaft ausüben. 366. Auf zwei weiteren Reisen nach Syrakus auf Sizilien versucht der Philosoph vergeblich, den Tyrannen Dionysios I. und anschließend Dionysos II. für das Ideal eines nach Grundsätzen seiner.

Lebensgeschichte PLATONs in Geschichte Schülerlexikon

In der modernen Literatur wird Platons Idealstaat oft so genannt. Möglicherweise meinte ibn an-Nadīm die arabische Übersetzung von Galens ausführlicher Zusammenfassung des Dialogs, die Ḥunain nach seinen eigenen Angaben angefertigt hat. Der namhafte Mathematiker und Astronom Ṯābit ibn Qurra († 901) schrieb eine Abhandlung über die Gleichnisse in der Politeia, die heute verloren. Konzepte Platons und seiner Schule flossen in der Epoche der spätantiken Patristik über die Kirchenväter in die christliche Philosophie ein, meistens ohne Hinweis auf ihre Herkunft. Prominente griechischsprachige Kirchenschriftsteller wie Clemens von Alexandria, Origenes, Basilius der Große und Gregor von Nyssa griffen in ihren theologischen Werken auf die platonische Gedankenwelt und Terminologie zurück. Bei den lateinischsprachigen Kirchenvätern, die meist über keine unmittelbare Kenntnis der Dialoge verfügten, dominierte eine negative Grundhaltung, die von einer tiefen Verachtung aller nichtchristlichen Philosophie gespeist war. Im Osten wie im Westen des Reichs war die Meinung verbreitet, dass Platon zwar der beste unter den vorchristlichen Philosophen sei, aber alle heidnischen Bemühungen um Wissen und Weisheit irregeleitet und verderblich seien oder bestenfalls eine mangelhafte, überholte Vorstufe wahrer christlicher Erkenntnis darstellten. Die Ausführungen über die Unsterblichkeit rundet Sokrates mit einem Jenseitsmythos ab. Dieser drückt auf anschauliche Weise aus, dass die Gerechten im Jenseits belohnt und die Ungerechten zur Verantwortung gezogen werden. Zwar bedarf die Gerechtigkeit keiner Belohnung, da sie selbst der Lohn der Gerechten ist, doch erhalten die Seelen der Guten von den Göttern die Wertschätzung, die ihnen gebührt.[86]

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Aber insgesamt ist diese Kritik meiner Meinung nach auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Und zwar wenn wir genau das machen, wozu Platon uns auffordert und eine “Was ist …?“-Frage stellen: Was ist das Grundprinzip des Totalitarismus?Während des Zweiten Weltkriegs verfasste Karl Popper, der Begründer des Kritischen Rationalismus, unter dem Eindruck der damaligen politischen Verhältnisse eine fundamentale Kritik an Platons Staatstheorie. Er sah den platonischen Idealstaat als Gegenmodell zu einer demokratischen, offenen Gesellschaft, deren Vorkämpfer Perikles gewesen sei, und behauptete, Platon habe die Lehren des Sokrates pervertiert und ins Gegenteil verkehrt.[245] Platon habe die Suche nach einer überlegenen Staatsordnung auf die Machtfrage reduziert, statt nach Institutionen zu fragen, die Herrschaft begrenzen und dem Machtmissbrauch vorbeugen können. Mit seinem Konzept eines kleinen, statischen, abgeschlossenen Ständestaats sei er ein Vorläufer des modernen Totalitarismus und Feind des Individualismus und der Humanität. Außerdem wandte sich Popper gegen den unwandelbaren Charakter der platonischen Idee des Guten. Seine Streitschrift löste eine lebhafte Debatte aus.[246] Was hat Platons Höhlengleichnis mit Platons und Ideenlehre zu tun ? und was ist dazu das wichtigste was man wissen muss?

Platon - Der Staat - YouTub

  1. In der „Marburger Schule“ des Neukantianismus wurde eine Neuinterpretation der Ideenlehre unternommen, deren Hauptvertreter Paul Natorp war. Natorp versuchte die platonische Philosophie mit der kantischen in Einklang zu bringen. Nach seiner Deutung sind die platonischen Ideen als Regeln, Gesetze, Hypothesen oder Methoden des Denkens zu verstehen.[243]
  2. Eine weniger bedeutende Rolle spielt Adeimantos. Der historische Adeimantos wurde wohl um 432 geboren, er war der ältere der beiden Brüder Platons. Im Dialog wird er als ehrliebend und statusbewusst dargestellt. Er will zwar Ansehen genießen, empfindet aber große Anstrengungen als abschreckend. Die gewichtigen Verpflichtungen eines Bürgers des platonischen Idealstaats würde er auf sich nehmen, sofern sein sozialer Rang unangetastet bliebe. Bei den philosophischen Erörterungen zeigt er sich skeptisch, er ist schwer von seinen Überzeugungen abzubringen, nachdenklich und von ernster Gesinnung. Er denkt pragmatisch und wägt die Vor- und Nachteile von Verhaltensoptionen nüchtern, umsichtig und realistisch ab.[7]
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  4. Er war Schüler des Sokrates, dessen Denken und Methode er in vielen seiner Werke schilderte. Die Vielseitigkeit seiner Begabungen und die Originalität seiner wegweisenden Leistungen als Denker und Schriftsteller machten Platon zu einer der bekanntesten und einflussreichsten Persönlichkeiten der Geistesgeschichte. In der Metaphysik und Erkenntnistheorie, in der Ethik, Anthropologie, Staatstheorie, Kosmologie, Kunsttheorie und Sprachphilosophie setzte er Maßstäbe auch für diejenigen, die ihm – wie sein Schüler Aristoteles – in zentralen Fragen widersprachen.
  5. Die Aufgabe des Staates sieht Platon darin, den Bürgern dafür optimale Voraussetzungen zu schaffen und Gerechtigkeit umzusetzen. Daher setzt er sich intensiv mit der Frage auseinander, wie die Verfassung eines Idealstaates diesem Ziel am besten dienen kann. Die folgende Arbeit hat Platons Vorstellungen von Krieg und Frieden zum Gegenstand

Während bei Platon die Philosophie über der Kunst steht, weil sie sich unmittelbar mit den Ideen beschäftige, steht für Nietzsche die Kunst über der Philosophie, weil sich nur im künstlerischen Zugang zur Welt der alles antreibende Wille erschließe. Nur im „künstlerischen Schein“ lasse sich der Wille einfangen. Ich muss das Staatskonzept Platons in einem zusammenhängenden Text darstellen. Weiß nur nicht, wo ich ansetzen soll und was ich alles reinpacken muss...Die Abschaffung des Privateigentums bei den Wächtern und den Herrschern wird oft mit der Ökonomie des modernen Kommunismus verglichen. In diesem Zusammenhang ist Platon als „erster Kommunist“ bezeichnet worden. In der neueren Forschung wird aber betont, dass im Idealstaat der unterste Stand, der für die gesamte Güterproduktion zuständig ist, privatwirtschaftlich organisiert ist und insbesondere keinerlei Kollektivierung der Landwirtschaft vorgesehen ist. Daher ist die Bezeichnung „Kommunismus“ unpassend.[101] Jean-Jacques Rousseau schätzte die Politeia; er nannte sie die schönste Abhandlung über die Erziehung, die je geschrieben wurde. Außerdem berief er sich auf die Abschaffung der Familie im Idealstaat, um seine Weigerung, für seine Kinder Verantwortung zu übernehmen, zu rechtfertigen.[137]

Wie definiert Platon den Idealstaat und welche Stellung

Die nächste Stufe des Prozesses ist die Entstehung einer oligarchischen Verfassung. Die Oligarchie, wörtlich „Herrschaft von Wenigen“, beruht auf dem Grundsatz, dass die Macht an die Finanzkraft gekoppelt ist. Die Anhäufung von Geldvermögen wird nicht nur generell zugelassen, sondern ermutigt, denn der Reichtum wird zum Kriterium für den Einfluss im Staat erhoben. Die Gesellschaft ist nun nicht mehr in Stände mit unterschiedlichen Aufgaben und Qualifikationsanforderungen gegliedert, sondern in Vermögensklassen. Die oberste Vermögensklasse regiert, sozialer Aufstieg hängt vom Besitz ab. Infolgedessen dominiert in der gesamten Gesellschaft ein ungehemmtes Bereicherungsstreben. Arme und Reiche treten einander wie feindliche Parteien gegenüber. Ämter werden nicht mehr nach Qualifikation besetzt, Bettlerwesen und Verbrechertum breiten sich aus, Wucher wird praktiziert. Der habgierige, unsoziale, zur Unehrlichkeit neigende und um sein Vermögen zitternde Geschäftsmann und der zügellose, im Luxus aufgewachsene junge Verschwender sind die markanten Typen, die diese Gesellschaft prägen. Die Oberschicht ist parasitär. In den Seelen herrscht der triebhafte, begehrende Seelenteil, wenngleich die herrschenden Oligarchen den Anschein der Redlichkeit wahren und einen Teil ihrer Begierden unterdrücken.[71] Im Individuum ist die Vernunft der Teil, der die Weisheit beisteuert und dem daher die Herrschaft gebührt. Der muthafte Seelenteil verfügt über die Tapferkeit und hat die Wächterfunktion auszuüben. Ihm fällt die Aufgabe zu, in Schmerzen und Freuden unbeirrt an dem festzuhalten, was die Vernunft als richtig erkannt hat. Das Begehrungsvermögen als niedrigster Teil entspricht dem Stand der Bauern und Gewerbetreibenden im Staat. Es hat sich freiwillig unterzuordnen. Wenn dies geschieht, wird die Person als besonnen wahrgenommen. Damit lässt sich nun auch die Gerechtigkeit des einzelnen Menschen bestimmen: Sie besteht darin, dass in der Seele ebenso wie im gerechten Staat jeder Teil nur die ihm von Natur aus zukommenden Aufgaben erfüllt und keinerlei Übergriffe in fremde Kompetenzbereiche stattfinden. Dadurch steht alles dauerhaft in Einklang.[42] Analoges gilt für den Körper: Dort wird die Gerechtigkeit Gesundheit genannt, die Ungerechtigkeit Krankheit. Daher kann man die Gerechtigkeit und allgemein die Tüchtigkeit oder Tugendhaftigkeit auch als Gesundheit der Seele bezeichnen. Die Tüchtigkeit oder das Gutsein (Arete) stellt eine Einheit dar, während es bei der Schlechtigkeit eine große Vielfalt von Arten gibt.[43] Die Frage ist hier nur, ob der Philosoph neben seiner Überlegenheit im Theoretischen auch die erforderliche politische Befähigung mitbringt. Sokrates bejaht dies. Dabei macht er geltend, beim Philosophen sei das Weisheitsstreben, das seiner natürlichen Veranlagung entspreche, unauflöslich mit den notwendigerweise dazugehörenden Charaktermerkmalen verbunden: Wahrheitsliebe, Besonnenheit, Großzügigkeit, Furchtlosigkeit, Bescheidenheit, Umgänglichkeit, Gerechtigkeit und Fähigkeit zum Maßhalten. Außerdem verfügten Philosophen über ein gutes Gedächtnis, denn wenn sie vergesslich wären, könnten sie sich einer so anspruchsvollen Tätigkeit nicht mit Freude und Erfolg widmen. Daher sind sie fähig und vertrauenswürdig, man kann ihnen den Staat unbesorgt anvertrauen.[54] Den Hintergrund dieser Behauptungen bildet das platonische Philosophieverständnis. Philosophie erschöpft sich nicht im Nachdenken, sie ist keine bloß intellektuelle Betätigung, sondern immer auch eine Lebensweise.[55] Diese sophistischen Definitionen sind aus Platons Sicht untauglich, da sie Gerechtigkeit als Verpflichtung und Verhalten gegenüber anderen, nicht als Qualität der Seele erklären.[162] Im Gegensatz zu Aristoteles, der betont, dass die Tugend der Gerechtigkeit nur auf andere bezogen verwirklicht werden könne,[163] hält Platon Gerechtigkeit für einen inneren Zustand des Individuums, nicht für eine Absichtshaltung oder ein Verhalten gegenüber anderen.[164] Gerechtigkeit ist damit eine Funktion der Seele. Platon (altgriechisch Πλάτων Plátōn, latinisiert Plato; * 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; † 348/347 v. Chr. in Athen) war ein antiker griechischer Philosoph.. Er war Schüler des Sokrates, dessen Denken und Methode er in vielen seiner Werke schilderte.Die Vielseitigkeit seiner Begabungen und die Originalität seiner wegweisenden Leistungen als Denker und Schriftsteller machten.

Platons Kritik an der Demokratie - WissensWer

Der historische Thrasymachos ist in mehreren Quellen bezeugt. Er stammte aus Chalkedon, einer bedeutenden Hafenstadt in Kleinasien. In Athen, wo er als Diplomat für seine Heimatstadt auftrat, machte er sich als Redner einen Namen. Er verfasste ein Lehrbuch der Rhetorik. Politisch setzte er sich für die Autonomie der griechischen Städte ein und wandte sich gegen Angriffskriege und imperialistische Bestrebungen.[9] Platon (altgriechisch Πλάτων Plátōn, latinisiert Plato; * 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; † 348/347 v. Chr. in Athen) war ein antiker griechischer Philosoph. Der Heranbildung einer regierenden Philosophenaristokratie gilt Platons besonderes Interesse. Weil vor der Geburt den Menschen unterschiedliche Fähigkeiten zugeteilt wurden, soll durch ein Aussiebungsverfahren im Bildungsprozess eine Einteilung in die drei Stände vorbereitet werden. Ein Stand ist nicht erblich, sondern wird durch persönliche Leistung im Bildungsprozess erreicht. Deshalb wird das neugeborene Kind den Eltern weggenommen und unter völliger Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen von Erziehern herangezogen. Dadurch soll eine große Gemeinschaft entstehen, da ein Kind sehr viele Mütter und Väter und Geschwister hat. Nichttaugliche Säuglinge, die aus unerlaubten Beziehungen hervorgehen, werden nach dem Vorbild Spartas umgebracht. Besonderen Wert legt Platon auf körperliche Ertüchtigung und musische Ausbildung, welche zur symmetria von Körper und Seele führen. Die Seele muss die richtige schöne Stimmung haben, um Gutes zu leisten (kalokagathia). Wer abhängig von seiner Leistungsfähigkeit frühzeitig aus dem Bildungssystem ausscheidet, wird Bauer, Handwerker oder Kaufmann. Für diesen Stand der Erwerbstätigen bleiben Privateigentum und Familie bestehen (Nährstand). Platons eigene Lehre vom höchsten Gut, besonders in ihrem Verhältnis zur Welt und zur menschlichen Seele. Dieses Gute, das der metaphysische Kern nicht nur dieses Werkes, sondern der ganzen platonischen Philosophie ist, wird mit jenem, dem platonischen Sokrates eigentümlichen Sträuben und mit kurzer Erinnerung an die eben schon (Buch V) erwähnte und in anderen Werken Platons erörterte. Diesen hierarchisch geordneten Bereichen entsprechen, in ihrer Wertigkeit aufsteigend, vier Erkenntnisstufen, nämlich bloße Vermutung, bloße Überzeugung, Verstandeserkenntnis (διάνοια diánoia) und Vernunfterkenntnis (νόησις nóēsis). Die Verstandeserkenntnis, realisiert in der Mathematik, ist dadurch charakterisiert, dass sie auf nicht hinterfragten Grundlagen basiert. Sie arbeitet mit wahren Meinungen, die ihrerseits durch evident wahre Meinungen begründet sind. Deren Voraussetzung liegt aber außerhalb des Bereichs dieser Meinungen und wird daher nicht in den Blick genommen. Zu ihr kann lediglich die qualitativ höherrangige Vernunfterkenntnis aufsteigen.

Man kann innerhalb der platonischen Dialektik drei wesentliche Methoden unterscheiden, die zu Erkenntnis führen: erstens die nach Sokrates benannte Methode der sokratischen Widerlegung in den frühen Dialogen, die zur Einsicht in das eigene Nichtwissen führt, zweitens die Methode der hypothesis in den mittleren Dialogen, die aufgestellte Hypothesen prüft, und drittens die Methode der Dihairesis in den späten Dialogen.[149] In den frühen Dialogen, in denen Sokrates der Hauptakteur ist, wird meistens die Definition eines Begriffs gesucht, mit der das Wesen des Bezeichneten eindeutig und vollständig erfasst werden soll (beispielsweise Was ist das Fromme?). Die Methode der Dihairesis ist in den späten Dialogen ein Mittel, ähnliche Definitionsfragen zu beantworten. Mit ihr gelangt man von der Frage Was ist die Angelfischerei? zur Definition Die Angelfischerei ist die Kunst einer verwundenden Jagd auf Fische mit einem Haken bei Tage zum Zweck des Erwerbs.[150] Dieser Zustand der höchsten Freiheit schlägt schließlich in die härteste Knechtschaft um. Den Ausgangspunkt der Wende bildet der Gegensatz zwischen Armen und Reichen, der weiterhin besteht, aber nun nicht mehr wie in der Oligarchie von der herrschenden Doktrin legitimiert wird. Die Vermögensunterschiede stehen im Gegensatz zum demokratischen Gleichheitsdenken. Die Masse der relativ Armen ist sich ihrer Macht im demokratischen Staat bewusst. Gern folgt sie einem Agitator, der eine Umverteilung des Reichtums fordert, die Reichen einer oligarchischen Gesinnung beschuldigt und entschlossene Anhänger um sich schart. Dadurch sehen sich die Besitzenden bedroht, sie beginnen tatsächlich oligarchische Neigungen zu entwickeln und trachten dem Agitator nach dem Leben. Dieser lässt sich nun zu seinem Schutz vom Volk eine Leibwache bewilligen, womit er sich eine Machtbasis verschafft. Die Reichen fliehen oder werden umgebracht. Der Weg zur Alleinherrschaft des Agitators, der nun zum Tyrannen wird, ist frei.[76]

Solange in den Staaten nicht entweder die Philosophen Könige werden oder die, welche jetzt Könige und Herrscher heißen, echte und gründliche Philosophen werden, solange nicht die Macht im Staate und die Philosophie verschmolzen sind, solange nicht den derzeitigen Charakteren, die sich meist einem von beiden ausschließlich zuwenden, der Zugang mit Gewalt verschlossen wird, solange gibt es, mein lieber Glaukon, keine Erlösung vom Übel für die Staaten, ich glaube aber auch nicht für die Menschheit, noch auch wird diese Verfassung, wie wir sie eben dargestellt haben, vorher zur Möglichkeit werden und das Sonnenlicht erblicken. (Platon, Politeia V, 473c-e)Für die griechische Gesellschaft seiner Zeit ungewöhnlich war Platons Meinung, dass die Rolle der Frauen nicht auf geschlechtsspezifische Tätigkeiten zu beschränken war, sondern Frauen soweit irgend möglich dieselben Aufgaben übernehmen sollten wie Männer. Sie sollten sogar, soweit es ihre naturgegebenen Fähigkeiten erlaubten, als Wächterinnen ausgebildet werden und als solche mit den Männern in den Krieg ziehen. Das ist eine sehr konservative Haltung, die im übrigen gerade heute wieder sehr populär ist: Wir sollen unsere Grenzen schließen, denn wir können all die fremden Einflüsse, die andere Kulturen mitbringen, angeblich nicht aushalten. Wir dürfen Minderheiten wie Homosexuellen oder Intersexuellen nicht mehr Rechte geben, denn so wie es jetzt ist, war es schon immer. Wir dürfen Dieselautos nicht verbieten, auch wenn sie uns vergiften, wegen der Armen Menschen, die schon immer mit Autos gefahren sind.

Platons Menschenbild in der Politeia - Eine Untersuchung

Wie sollte eine Kolonie gelegen sein? Die drei Männer einigen sich auf Folgendes: Weder die Nähe zum Meer noch ein besonders fruchtbarer Boden sind wünschenswert, da sie den Handel mit anderen Staaten fördern, welcher die Menschen charakterlich verdirbt. Import und Export sind auf ein Mindestmaß zu beschränken, um die Kolonie nicht abhängig zu machen oder anderweitig zu schwächen. In die Kolonie sollen möglichst tugendhafte Menschen aufgenommen werden. Später müssen geeignete Beamte die Kolonie von schädlichen Elementen bereinigen, auch durch Mittel wie Todesstrafe und Verbannung. Außerdem ist gute Gesetzgebung entscheidend. Der Athener nennt den Mythos des Kronos-Staates als Vorbild: Kronos soll göttliche Wesen als Könige eingesetzt haben, da er erkannte, dass die Menschen, sobald sie Macht über andere Menschen ausüben, ungerecht werden und ihre Macht missbrauchen. Deshalb soll nur herrschen, wer Diener der Gesetze ist – nicht, wer durch Gewalt an die Macht gekommen ist. Die bekannten Staatsformen wie Aristokratie, Demokratie oder Monarchie sind deshalb keine legitimen Regierungsformen, weil sie die Partikularinteressen einer einzelnen Klasse dem gesamten Staat aufzwingen.Im fünften Buch kehrt Sokrates auf nachdrücklichen Wunsch von Adeimantos, Glaukon und Thrasymachos zu einem sehr sensiblen Thema zurück: dem schon früher angesprochenen Grundsatz, dass „Freunden alles gemeinsam“ sei. Im idealen Staat müssen die Wächter sowie die aus ihrer Mitte hervorgegangenen Herrscher alle untereinander befreundet sein. Dass sie deswegen kein Privateigentum besitzen, wurde bereits dargelegt. Eine andere, besonders heikle Konsequenz ist, dass der klassische Privatbereich, das Familienleben, beseitigt werden muss: Auch das Verhältnis der Geschlechter, die Zeugung und die Kindererziehung werden in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinschaft verlagert.[44] Für die Bauern und Gewerbetreibenden, die damit überfordert wären, gilt das nicht, sie führen ein konventionelles Familienleben. Dem Timaios zufolge hat der mythische Demiurg (Schöpfer, wörtlich „Handwerksmeister“, „Fachmann“) die dingliche Welt aus der Ur-Materie gestaltet. Diese Aussage ist nach der Überzeugung antiker Platoniker und auch nach dem heute in der Forschung vorherrschenden Verständnis nicht wörtlich im Sinne einer Weltentstehung in der Zeit, sondern metaphorisch zu verstehen; die Schöpfung ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein beständiger Prozess.[194] Der Zustand der Welt ergibt sich aus dem Zusammentreffen zweier gegensätzlicher Faktoren, nämlich der vernünftigen Einwirkung des Demiurgen, der sich an der Ideenwelt orientiert und das Bestmögliche erreichen will, und dem chaotischen, regellosen Charakter der Ur-Materie, welcher der erschaffenden und ordnenden Tätigkeit des Demiurgen Widerstand entgegensetzt. Die Materie ist nicht vom Demiurgen geschaffen, sondern bildet eine eigenständige Grundlage für sein Wirken. Er ist kein allmächtiger Schöpfergott, sondern gleichsam ein göttlicher Baumeister, der auf vorhandenes mangelhaftes Material angewiesen ist, aus dem er im Rahmen des Möglichen etwas herstellt. Daher vergleicht Platon die Ur-Materie (χώρα chóra) mit Rohmaterial, wie es Handwerkern zur Verfügung steht (ὕλη hylē). Sie ist ihrer eigenen ursprünglichen Natur nach amorph, aber form- und gestaltbar. Wir hingegen haben gerade als Antwort auf die fatalen Konsequenzen des Totalitarismus nicht den Staat in den Mittelpunkt unserer politischen Bestrebungen gesetzt, sondern das Individuum. “Alle Menschen sind gleich” ist der dahinterstehende Grundsatz. Wichtig ist, dass die Menschen nicht in ihren Talenten oder Neigungen gleich sind sondern gleich in ihrem Status. Diese feine Nuance hat Platon mit seinem Grundsatz “Jedem das Seine” stets übersehen. In Bezug auf Talente und Neigungen ist “Jedem das Seine” eine feine Sache. Aber in dem Moment, in dem ich das Prinzip auf den Status von Menschen ausdehne und verlange, dass Menschen in bestimmte Kasten einsortiert werden müssen, weil das ihrer Natur entspricht, in dem Moment wird das Prinzip totalitär. Nein, im Status müssen alle Menschen stets gleich sein, das ist unsere feste Überzeugung. Der Staat ist nur dazu da, jedes einzelne Individuum zu schützen, keinen als bloßes Mittel zum Zweck des Glückes der anderen zu behandeln. Das kommt in unserem anderen, noch wichtigeren Grundsatz zum Ausdruck: “Die Würde des Menschen ist unantastbar“.Dementsprechend trennt Platon zwei Seinsbereiche: die sinnlich wahrnehmbare Beschaffenheit und das nicht sinnlich wahrnehmbare Wesenhafte. Bei deren Erkundung vollzieht der Mensch mehrere Erkenntnisschritte, wie Platon im Siebten Brief am Beispiel des Kreises demonstriert:[135]

Von zentraler Bedeutung ist Platons Definition der Gerechtigkeit als Ordnungsprinzip in der Seele und infolgedessen auch im Staat. Dadurch unterscheidet sich sein Gerechtigkeitsbegriff grundlegend von allen Ansätzen, die Gerechtigkeit mit Bezug auf soziales Verhalten definieren. Zwar ergibt sich für Platon aus dem Vorhandensein gerechter Ordnung zwangsläufig ein tugendhaftes soziales Handeln, doch konstituiert dieses nicht die Gerechtigkeit, sondern ist nur eine Auswirkung von ihr.[102] Die „Wiedergeburt“ der antiken Bildung und die „Rückkehr zu den Quellen“ im Renaissance-Humanismus wirkte sich auch auf die Platon-Rezeption aus. Im 15. Jahrhundert wurden die bisher größtenteils im Westen unbekannten Dialoge Platons und Werke von Neuplatonikern in griechischen Handschriften entdeckt, ins Lateinische übersetzt und kommentiert. Aus dem untergehenden Byzantinischen Reich gelangten zahlreiche kostbare Klassiker-Handschriften nach Italien. Die Kenntnis der Originalwerke Platons führte aber nicht zu einer Distanzierung vom Neuplatonismus, vielmehr orientierte sich die Platon-Interpretation der Humanisten an der immer noch lebendigen neuplatonischen christlichen Tradition, zumal deren Vertreter sich auf die Autorität der neuplatonisch geprägten Kirchenväter berufen konnten. Der Gegensatz zwischen Platon und Aristoteles bildete weiterhin ein Problem, das in der Streitfrage nach dem Vorrang des einen oder des anderen artikuliert wurde. Teils ergriffen die Humanisten für Platon oder für Aristoteles Partei, teils nahmen sie vermittelnde Positionen ein. Platons Werke waren weit besser als diejenigen des Aristoteles geeignet, den ausgeprägten Sinn der Humanisten für literarische Ästhetik anzusprechen; zudem war die von den Humanisten verachtete scholastische Wissenschaft aristotelisch.

Die Politeia schrieb Platon nach der Gründung seiner Akademie, etwa um das Jahr 370 v. Chr. Es handelt sich dabei um ein sehr komplexes Werk, dass sich mitnichten nur mit Fragen des Idealstaats auseinandersetzt, die ich hier in den Vordergrund stellen möchte. Die Politeia bildet vielmehr die Grundlage der gesamten platonischen Philosophie, vor der Ethik über die Pädagogik bis zur. Ein Hauptmerkmal des platonischen Kosmos besteht darin, dass er nicht tot ist, sondern beseelt, lebendig und mit Vernunft ausgestattet, ein ewiges, vollkommenes Wesen. Dies verdankt er der Weltseele, die ihn durchdringt und umhüllt.[200] Die Weltseele ist das Prinzip der Weltbewegung und des Lebens.

Auch Jacques Derrida war der Ansicht, Platon habe mit der Forderung, Philosophie und Staatsgewalt zu vereinigen, ein auf immer unerreichbares Ideal formuliert. Dennoch habe er die strenge Beschreibung der reinen Strukturen dieses idealen Staates für unerlässlich gehalten, da erst das Muster den Begriffen der politischen Philosophie ihren Sinn verleihe.[162] Platon - der Philosophenkönig - Folge 21 Heute schließe ich Platons politische Philosophie ab, indem ich einerseits noch einmal erkläre, was mich an seinem Staatsmodell stört. Andererseits.

Platon der Erzieher. Eine Einführung in den Platonismus. Eine Zusammenfassung aller treibenden Kräfte des platonischen Philosophierens, der erkenntnismäßigen, erotischen und politischen, in allgemein verständlicher Sprache (Bd.12 von: Die großen Erzieher, ihre Persönlichkeit und ihre Systeme Platon Motivation freilich war eine andere als der stumpfe Nationalismus der AfD: Er wollte das echte, wahre Gute erreichen und glaubte nur mit diesen Mitteln einen idealen Staat durchsetzen zu können. Aber seine angestrebten Mittel waren dabei die gleichen, wie sie später immer und immer wieder von reaktionären Kräften missbraucht wurden. Platon, der in einem freien Land ohne viel Zensur.

Ein kritisches Magazin zu gesellschaftspolitischem Austausch und Bildung. Reflexionen über Zeitgeschehen, Rechts- und Staats-Philosophie und die Verfassung der Gesellschaft In die Philosophie führte ihn Kratylos ein,[13] ein Anhänger Heraklits, nach dem Platon später seinen Dialog Kratylos benannte. Als Zwanzigjähriger begegnete er Sokrates, dem er sich als Schüler anschloss. Bis zu Sokrates’ Tod rund ein Jahrzehnt später blieb er bei ihm. Als Lehrer und als Vorbild prägte Sokrates die geistige Entwicklung Platons. Das Ziel der philosophischen Bemühungen ist es, sich der Wahrheit zu nähern und damit Orientierung für das Leben zu gewinnen, indem man erkennt, worin die rechte Lebensweise besteht und wie sie begründet ist. Bei dieser Wahrheitssuche grenzt sich Platon von „sophistischer“ und „rhetorischer“ Streitkunst ab, die er vehement ablehnt, da sie nicht auf Erkenntnis ausgerichtet sei, sondern sich damit begnüge, Kniffe zur Verfügung zu stellen, um einer Auffassung unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt zum Sieg zu verhelfen. Deshalb ist Platons Idealstaat eine Aristokratie, die sich wegen der Unzulänglichkeit jedes einzelnen, allein zu überleben, bildet. b)Ausbildung von Wehr- und Lehrstand Um zur Idee des Guten zu gelangen, bedarf es natürlich einer gründlichen Ausbildung des Wehr- und Lehrstandes, die Platon auch ausführlichst beschreibt. (Eine fundierte Ausbildung sieht Platon allgemein als sehr wichtig an.

In Platons Philosophie ist die Seele (ψυχή psychḗ) als immaterielles Prinzip des Lebens individuell unsterblich. Ihr Dasein ist von dem des Körpers gänzlich unabhängig; sie existiert vor seiner Entstehung und besteht nach seiner Zerstörung unversehrt fort (Prä- und Postexistenz). Daraus ergibt sich die Rangordnung der beiden: Der Leib, der mancherlei Beeinträchtigungen und letztlich der Vernichtung unterliegt, ist der unsterblichen, unzerstörbaren Seele untergeordnet. Es steht ihr zu, über ihn zu herrschen.[97] Der Körper ist das „Gefäß“, die „Wohnstatt“ der Seele, aber auch negativ ausgedrückt ihr „Grab“ oder „Gefängnis“[98] – eine berühmt gewordene Formulierung Platons.[99] Während Der Staat einen fiktiven Idealstaat entwirft, drehen sich die Nomoi darum, wie dieses Ideal mit konkreten Menschen in spezifischen geografischen und historischen Umständen umgesetzt werden könnte. Auch wenn der Idealstaat Platons das Glück aller Bürger garantieren will, trägt er eindeutig totalitäre Züge. Die Bürger verfügen.

Platon bereitet seine Äußerungen zu den Ideen nicht systematisch auf, er präsentiert nirgends ein kohärentes Lehrgebäude. Daher kann ein Verständnis des von ihm Gemeinten nur aus einzelnen Angaben in zahlreichen Schriften gewonnen werden, wobei nur ein skizzenhaftes Bild entsteht.[92] Der gängige Begriff „Ideenlehre“, der nicht von Platon selbst stammt, entspricht daher dem, was überliefert ist, nicht genau. Auch verwendet Platon für den Begriff „Idee“ verschiedene weitgehend synonyme Ausdrücke und variiert unablässig in der Wortwahl.[93] In den späten Dialogen kommt die Ideenlehre teilweise nicht vor, wird in Grundzügen abgewandelt oder im Timaios auf neue Bereiche wie die Kosmogonie übertragen. Die Platoniker in den Philosophenschulen von Rom, Athen und Alexandria waren fast alle scharfe Gegner des Christentums, das sie für unvereinbar mit der Lehre Platons hielten. In der letzten Phase ihrer Existenz war die neuplatonische Schule von Athen der wichtigste Hort des geistigen Widerstands gegen das Christentum; daher ordnete Kaiser Justinian I. im Jahre 529 ihre Schließung an. Zudem stellt Platon in der Politeia die These auf, dass jedem zerstörbaren Ding ein Übel zugeordnet ist, von dem es verdorben und zerstört wird. Die Übel, welche die Seele betreffen, nämlich Ungerechtigkeit und Laster, machen sie schlecht, doch lässt sich nicht beobachten, dass sie ihre Zerstörung bewirken.[117] Eine andere Überlegung Platons besagt, dass die Seele die Quelle aller Bewegung ist. Als Träger der Fähigkeit, immer von sich aus bewegt zu sein und anderes zu bewegen, muss die Seele ungeworden und daher unsterblich sein.[118] Platon macht auch gar keinen Hehl daraus, dass er glaubt, Veränderung wäre etwas Schlechtes. Dies geht - genau wie seine Überzeugung, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben - auf seine Metaphysik zurück: Die Idee ist unveränderlich und perfekt. Alle Erscheinungen sind veränderlich und nur degenerierte Abbilder der Idee. Entsprechend muss jede Veränderung in seinem Staat. Der berühmte Humanist Marsilio Ficino fertigte eine neue lateinische Übersetzung des Dialogs an, die erste, die gedruckt wurde. Er veröffentlichte sie 1484 in Florenz in der Gesamtausgabe seiner Platon-Übersetzungen. Ficino brachte das platonische Staatsideal mit christlichen Vorstellungen in Zusammenhang; die Abschaffung des Privateigentums betrachtete er als Befolgung eines von Gott stammenden Naturgebots, in Platons bestem Staat sah er ein irdisches Abbild des himmlischen Jerusalems.[133] Die Schönheit geometrischer Formen zog Platon derjenigen von Lebewesen oder Kunstwerken vor, da diese nur relativ schön seien, während bestimmten regelmäßigen geometrischen Figuren eine absolute Schönheit zukomme.[185] Ordnung, Maß (Angemessenheit) und harmonische Proportionen (συμμετρία symmetría) waren für ihn entscheidende Kriterien für Schönheit, da sie den Dingen Einheit verliehen; aus willkürlicher Abweichung von dieser Norm und Maßlosigkeit musste Hässlichkeit resultieren.[186]

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